300 gegen AfD in Peine

Der Besuch von Alexander Gauland von der rechtskonservativen AfD am Freitag sorgte für viel Wirbel in Peine. Zahlreiche Bürger sind einem Aufruf zum friedlichen Protest gegen die Wahlveranstaltung gefolgt.

Lauter Protest: Mehr als 300 Peiner Bürger folgten gestern dem Aufruf von Gewerkschaften und dem Peiner Bündnis für Toleranz, friedlich gegen die Wahlkampfveranstaltung der rechtskonservativen AfD zu demonstrieren. Aufgetreten sind im Forum der AfD-Fraktionsvorsitzende im Bundestag, Alexander Gauland, und die niedersächsischen Landtagsabgeordneten Dana Guth sowie Peer Lilienthal. Mit bunten Plakaten und lauten Trillerpfeifen verliehen die Peiner ihrem Protest Ausdruck – unter dem Motto „Bunt statt braun“. Auch ein Kamera-Team des NDR war vor Ort.

Erst am Montag war bekannt geworden, dass Gauland eine Wahlkampfveranstaltung im Peiner Forum durchführen möchte, seitdem gab es viele hitzige Debatten. Das Peiner Bündnis für Toleranz hat spontan zu einer Protestaktion aufgerufen. In einem kleinen Demonstrationszug ging es für zunächst 50 Demonstranten vom Gewerkschaftshaus an der Lindenstraße zum Platz vor dem Peiner Forum. Ordner Jörg Köther gab ihnen mit auf den Weg: „Bleibt friedlich und denkt daran: Wir sind die Guten!“

Der Platz vor dem Forum war weiträumig durch die Polizei abgesperrt, und entlang der Metallgitter versammelten sich dann schnell rund 300 Bürger, die zwar laut, aber friedlich, gegen die Veranstaltung protestierten. Mit Parolen wie „Keine Toleranz für Intolerante“ oder „Unsere Alternative heißt Solidarität“ taten sie ihre Meinung kund.

Bild: Olaf Kosinsky creator QS:P170,Q30108329, 2015-07-04 AfD Bundesparteitag Essen by Olaf Kosinsky-171CC BY-SA 3.0 DE

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