“Abartig”: Die Sicht der Sylvia Groß (AfD) zu Intersexuellen

Die rheinland-pfälzische AfD-Abgeordnete Sylvia Groß sorgte bei einer Landtagsdebatte über “Konsequenzen aus der Einführung eines dritten Geschlechts im Personenstandsrecht” für einen Eklat.

Mit dem Zwischenruf “abartig” kommentierte die rheinland-pfälzische AfD-Landtagsabgeordnete Sylvia Groß am Donnerstag eine Debatte über die Rechte von intergeschlechtlichen Menschen – und rief damit scharfe Kritik bei den anderen Fraktionen hervor. Die Aussprache über “Konsequenzen aus der Einführung eines dritten Geschlechts im Personenstandsrecht” war von der Rechtsaußenpartei beantragt worden.

Die Entgleisung von Groß hatte die FDP-Abgeordnete Monika Becker in ihrer Rede öffentlich gemacht. “Wes Geistes Kind die AfD ist, hat sich gerade wieder sehr deutlich gezeigt”, sagte die Politikerin der Liberalen. “Das ist ein bitterböser Begriff, das ist unglaublich.” Der Zwischenruf zeige, dass es der AfD nicht um eine sachliche Debatte um die Umsetzung des Urteils des Bundesverfassungsgerichts gehe.

Innenminister kritisiert “völkische Debatten”

Aus der AfD-Fraktion wurde der Zwischenruf bestritten, allerdings meinte auch Innenminister Roger Lewentz (SPD) in der Aussprache, ihn deutlich gehört zu haben. “Das Schicksal von Menschen, die innerlich zerrissen sind, bietet keinen Raum für völkische Debatten”, ermahnte er die AfD. Landtagsvizepräsidentin Astrid Schmitt (SPD) kündigte an, das noch nicht veröffentlichte stenografische Protokoll auswerten zu wollen.

Bild: Screenshot

Kommentar verfassen

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.