Nach insgesamt neun Demonstrationen im letzten Jahr ging die AfD in Rostock am Montagabend erneut auf die Straße. Ein AfD-Funktionär wünschte sich Angela Merkel an den Marterpfahl, zudem wurde ein Journalist von Neonazis bedroht.
Nach gut dreimonatiger Pause rief die AfD in Rostock zur nächsten Demonstration, das Motto der ersten Versammlung im neuen Jahr war „Bürgerentscheid – keine Moschee in Rostock“. Damit griff die Rostocker Gliederung einen geplanten Moscheebau in der Hansestadt auf, eines der bestimmenden Themen in den letzten Wochen.
Nachdem die Teilnehmerzahlen auf Seiten der AfD zuletzt sukzessive gesunken waren, konnte jetzt ein Zuwachs verzeichnet werden, rund 400 Anhänger waren auf dem Markt im Stadtteil Reutershagen versammelt. Auf der Gegenseite – das Bündnis Rostock nazifrei hatte zu Protesten aufgerufen – waren insgesamt 1.000 Personen unterwegs. Eine Demo führte bis an den Marktplatz heran.
Alles nur Aufklärung?
Dort eröffnete wie üblich Versammlungsleiter und Kreisvorstandsmitglied Steffen Reinicke die Veranstaltung, die örtliche AfD ist Nutznießer der derzeit öffentlichen Debatte um die Moschee. „Eine Moschee symbolisiert die Landnahme einer fremden, aggressiven Religion. Einer Religion von Flüchtlingen,“ so Reinicke. Bei der Personengruppe würde es sich um lediglich um Wirtschaftsflüchtlinge handeln. Später sprach der umtriebige aus München angereiste Michael Stürzenberger dann davon, dass man nur über den Islam „aufkläre“, jedoch nicht gegen Menschen hetze.
Bild: Archiv (Michael Stürzenberger in NRW)
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