AfD auf der Krim: “Ehrengäste” für internationale Legitimation

3.000 internationale Teilnehmer hat Putin auf seine Propaganda-Veranstaltung auf der Krim eingeladen – als “besondere Ehrengäste” auch Vertreter der AfD. Es geht um Investitionen und Image.

„Das Jalta Economic International Forum ist eine Propagandaveranstaltung der russischen Regierung“, sagt der Buchautor Christian Fuchs im SWR. Putin wolle sich damit einerseits als legitimer Herr auf der Krim präsentieren, andererseits für Investitionen auf der Krim werben. Dafür aber brauche er internationale Gäste, die diese Veranstaltung aufwerteten und auch legitimierten.

Und der Kreml-Chef weiß, wie die möglichst hochkarätigen Politiker und Unternehmer anzulocken sind: Mit einem Luxus-Hotel am Schwarzen Meer und exklusivem Rahmenprogramm inklusive Segelregatta und Champagner. Und so sind wohl auf jeden Fall Teilnehmer aus Syrien dabei – neben Frankreich Ehrengäste in diesem Jahr. Und die AfD – schon im vergangenen Jahre Putins Ehrengäste auf der Krim – ist auch mit von der Partie. Viel mehr weiß man von der geheimen Gästeliste nicht.

Gemeinsame Interessen verbinden

Dass die AfD auch im fünften Jahr der russischen Krim-Annexion an Putins Wirtschaftsforum teilnimmt, hat verschiedene Gründe, sagt der Autor Christian Fuchs, der seit Jahren die Beziehungen der AfD zu Russland untersucht – zuletzt in seinem aktuellen Buch “Das Netzwerk der Neuen Rechten”. Auf der einen Seite, so Fuchs, “ist es natürlich eine wahnsinnige, auch internationale Aufwertung für einen Hinterbänkler aus dem Bundestag”.

Kommentar verfassen

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.