AfD Bremen wählt neuen Chef – Magnitz tritt nicht an

Ganderkesee (fs) – Die hoffnungslos zerstrittene rechtsextremistische AfD in Bremen wurde bislang vom skandalträchtigen Frank “Kantholz” Magnitz geführt. Nun wurde eine neue Führungsspitze gewählt. Magnitz kam erst gar nicht zum heutigen Parteitag. Wie der AfD-Fraktionschef im Bremer Landesparlament, der Bremischen Bürgerschaft, Thomas Jürgewitz auf Anfrage von AFP mitteilte, wurde der ehemalige Bundespolizist Peter Beck (siehe Titelbild, mit Ehefrau) zum neuen Landesvorsitzenden gewählt. Sein Stellvertreter wurde Sergej Minich.

Es ist kaum noch für Außenstehende zu überblicken, in welchen Bereichen die Bremer AfD zerstritten ist. Fakt ist, dass dieses sogar zur Spaltung ihrer Fraktion in der Bürgerschaft führte. Aus dieser Spaltung ging eine Abgeordnetengruppe um den ehemaligen Landeschef Magnitz hervor. Diese darf sich jetzt nun nicht mehr länger AfD nennen. Das Verbot kommt aus der Bundespartei.

Feigheit oder Berechnung? Der Rücktritt von Frank Magnitz

Am späten Samstagabend hat der bisherige Landesvorsitzende Magnitz die Mitglieder seiner Partei per Email darüber informiert, dass er sich mit sofortiger Wirkung zurückziehen werde. Er werde nicht für ein Amt kandidieren und auch dem Parteitag fernbleiben. Diese Email liegt auch dpa vor.

Diese Veranstaltung ist nach meiner Überzeugung zutiefst undemokratisch zustande gekommen und die pauschale Ablehnung von Neumitgliedern, nur weil man glaubt, es könnten sich dadurch Mehrheitsverhältnisse ändern, ist ein Skandal erster Güte

Frank Magnitz in seiner Email an die Parteimitglieder

Über den Rücktritt hatten zunächst Radio Bremen und die Tageszeitung Weser-Kurier berichtet. Beim Parteitag selber waren schreibende Journalisten zugelassen, Fotos und Aufnahmen wurden hingegen nicht erlaubt.

Frank Schurgast

Bild: Screenshot abgeordnetenwatch.de

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