AfD: Immer weiter nach Rechts

Jörg Meuthen konnte seine letzte Wiederwahl zum Co-Vorsitzenden nur durch die Anbiederung an den Flügel-Führer Björn Höcke und dessen Flügel in trockene Tücher bringen. Doch nun muss Meuthen immer wieder erneut feststellen, dass sich Höcke und sein völkisch-nationaler Flügel nicht führen lassen. Dieses hätte Meuthen bereits aus der frühen NSDAP-Zeit lernen können und so einen solchen Fehler vermeiden können.

Zu spät. Nun muss Meuthen und der gesamte gemäßigte Teil der AfD, der sowieso schon stark schwindend ist, dass Höcke und seine immer größer werdende Anhänger-Schar sich nicht damit zufrieden geben, wenn sie in der AfD nicht ihre Ziele verfolgen können. Und diese Ziele sind zutiefst rechtsextrem, menschenverachtend und demokratiezerstörend. Ganz zu schweigen von antisemitischen, antiziganistischen und homophoben Zielen.

Der Flügel

Der Flügel wurde in seiner Existenz, Arbeit und Schlagkraft innerhalb und außerhalb der AfD von langer Hand und mit langen Atem durch den biederen Neonazi Björn Höcke aufgebaut. Er agiert quasi als ein riesiges Spinnennetz. Und so langsam hat er die AfD eingewoben. Die AfD ist nur noch Mittel zum Zweck um die national-völkischen Kräfte in den kleinen und großen Parlamenten zu installieren.

Und viele prominente AfD-Mitglieder biedern sich dem Flügel bereits an. Da wären beispielsweise das Prinzessinnen-Dreigestirn Weidel, von Storch und von Sayn-Wittgenstein. Auch wenn Alice Weidel es derzeit noch überall versucht zu leugnen, weiß man doch um die politische Nähe zu Höcke. Und mit ihren rechtsextremistischen Äußerungen, vorzugsweise in den Social-Media-Kanälen, wird sie auch unter dem Flügel keine Probleme haben.

Die Partei ist Höcke – Und Höcke ist die Partei

Innerhalb der AfD findet man keinen Hinweis darauf, wie die immer schneller vorantreibende Radikalisierung der Partei aufgehalten werden könnte. Dabei ist es egal, welche Vorsitzende künftig die AfD führen werden. Höcke benötigt kein offizielles Vorstandsamt und den Ton mit seinem Flügel in der AfD anzugeben. Die Partei ist Höcke. Und Höcke ist die Partei.

So mancher in der AfD, aber auch außerhalb der AfD, der glaubte, dass die gemäßigteren, bürgerlichen Kräfte sich mit dem Einzug in den Bundestag innerhalb der Partei durchsetzen könnten, wurde enttäuscht. Und diejenigen, die immer vor der Radikalisierung der AfD gewarnt haben sind heute keine Polit-Spinner mehr. Die AfD rückt immer weiter nach rechts. Unaufhaltsam.

Frank Schurgast

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