Die niedersächsische AfD-Landesvorsitzende Dana Guth während einer Landtagssitzung. / Foto: Olaf Kosinsky ist lizenziert unter CC BY-SA 3.0

AfD Niedersachsen: Landesvorsitzende kennt nicht gesamte Partei und glaubt nicht an Rechtsextremisten

Hannover/Bremen (ots/fs) – Niedersachsens AfD-Landesvorsitzende Dana Guth rechnet trotz zahlreicher Konkurrenten mit ihrer Wiederwahl zur Landeschefin. Auf dem geplanten Landesparteitag der AfD in Braunschweig am 12. und 13. September treten vier Gegenkandidaten an; zwei davon stammen aus ihrer eigenen Landtagsfraktion. Ein parteiinternes Problem will Guth darin nicht erkennen. “Konkurrenz belebt das Geschäft”, sagte die Landesvorsitzende im Sommerinterview mit dem NDR Landesfunkhaus Niedersachsen.

Unabhängig vom Ergebnis auf dem Landesparteitag im September will Guth Vorsitzende der Landtagsfraktion in Niedersachsen bleiben. “Selbstverständlich werde ich antreten”, sagte die 50-Jährige im Hinblick auf die im Herbst anstehenden Wahlen für den AfD-Fraktionsvorstand.

Im Interview mit dem NDR begrüßte sie den Parteiausschluss des ehemaligen Brandenburger AfD-Landeschefs Andreas Kalbitz. Die Entscheidung sei “gut und richtig so”. Für einen Ausschluss des Thüringer AfD-Chefs und Gründers des inzwischen verbotenen rechtsextremen Flügels, Björn Höcke, sieht Guth dagegen keinen Anlass.

Dass es in den Reihen der niedersächsischen AfD Rechtsextreme gibt, bezweifelt Guth. Sie persönlich kenne zumindest keine.

Wenn es für mich Anlass gibt, zu glauben, dass ich Rechtsextreme dabeihabe, werde ich ganz klar dagegen reagieren.

Dana Guth gegenüber dem NDR Landesfunkhaus Niedersachsen

Ob es in der Bundespartei rechtsextreme Kräfte gebe, die die freiheitlich-demokratische Grundordnung angreifen, wollte die niedersächsische Landeschefin nicht einschätzen. Sie könne das nicht beurteilen, sagte Guth, weil sie “nicht die gesamte Partei kenne”.

Kommentar verfassen

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.