AfD: Zu wenig Kandidaten für Mandate

In drei der fünf ostdeutschen Bundesländer kann die AfD nach der Kommunalwahl nicht alle Sitze in den kommunalen Vertretungen besetzen. Zu wenig Kandidaten für gewonnene Mandate. So sieht es in Brandenburg, Sachsen und Thüringen aus. Der AfD in Thüringen sind nach eigenen Angaben bislang vier Kommunen bekannt, wo nicht alle gewonnenen Sitze aufgrund von Kandidatenmangel besetzt werden können. So ein AfD-Sprecher am Mittwoch gegenüber dpa.

Ein landesweiter Überblick fehlt laut Sprecher Detlev Frye der AfD noch in Brandenburg. Frye erklärt weiter, dass beispielsweise in Luckenwalde vier Mandate erreicht wurden, die AfD jedoch überhaupt nur mit zwei Kandidaten angetreten ist. In Brandenburg hat die Partei rund 1600 Mitglieder und nominierte rund 600 Kandidaten. Landesweit erreichte die AfD in Brandenburg bei der Kommunalwahl 15,9% der Stimmen.

Ein Sprecher des Landesverbandes Thüringen bestätigte gegenüber dpa, dass in Thüringen die gewonnenen Sitze der AfD in Arnstadt, Bleicherode, Bad Salzungen sowie Wurtha-Farnroda nicht vollständig besetzt werden können, Aber man hatte, so der Sprecher, hiermit bereits im Vorfeld gerechnet, “weil wir in einigen Regionen nur kurze Listen eingereicht haben”.

Die Sachsen-AfD hatte bereits vorher beklagt, dass man Sitze in den kommunalen Vertretungen beispielsweise in Gottleuba-Berggießhübel, Müglitztal und Heidenau sowie in Oppach nicht besetzen kann. Für Jörg Urban, dem Landeschef der Partei, würden sich viele Mitglieder gar nicht zu einer Kandidatenbewerbung trauen, da sie berufliche Nachteile und öffentliche Diffamierungen fürchteten. Gleiches gilt für parteilose Kandidaten, die nicht auf den Listen der AfD aus gleichen Gründen antreten wollen.

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