André Poggenburg: Vorwürfe wegen Volksverhetzung

Derzeit prüfen Polizei und Staatsanwaltschaft Vorwürfe gegen den AfD-Mitbegründer André Poggenburg. Poggenburg gehört der AfD nicht mehr an, sondern hat seine eigene rechte Gruppierung AdP gegründet.

Sachsens Polizei prüft nach eigenen Angaben gemeinsam mit der Staatsanwaltschaft den Beitrag eines 44-jährigen Redners auf einer Demo in Dresden. Nach Angaben der internationalen Nachrichtenagentur AFP soll es sich bei dem Redner um André Poggenburg von der AdP handeln. Poggenburg und seine AdP (Aufbruch deutscher Partrioten) waren es selbst, die am vergangenen Montagabend in Dresden die Kundgebung abhielten.

Worauf sich nun die Vorwürfe der Volksverhetzung eigentlich beziehen, bleibt im Dunkeln. Weder Polizei noch Staatsanwaltschaft wollten sich gegenüber dpa hierzu äußern. An der Kundgebung nahmen laut Sächsische Zeitung rund 25 Menschen teil. Der Gegenprotest hatte etwa 70 Menschen mobilisiert.

Poggenburg tratt Anfang diesen Jahres aus der rechtsextremistischen AfD aus und gründete seine eigene, nicht weniger rechtsextremistische, Partei. Der ehemalige AfD-Landesvorsitzende von Sachsen-Anhalt und Fraktionschef gehörte einst dem Flügel von Björn Höcke an. Menschenverachtende Äußerungen, Hatespeech und NS-Rhetorik: Attribute durch die Poggenburg in der Vergangenheit immer wieder auffiel.

Frank Schurgast

Bild: LVZ

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