ARD-Journalist Georg Restle warnt eindringlich vor AfD

Österreich hat einen Medienskandal. In einer ORF-Sendung drohte der FPÖ-Politiker Harald Vilimsky dem Moderator Armin Wolf. Ein ARD-Journalist mahnt eindringlich zur Vorsicht auch in Deutschland.

Der Medienskandal in Österreich wurde auch im ARD-Tagesthemen-Kommentar vom 1. Mai thematisiert. Journalist Georg Restle rief mit dramatisch warnenden Worten auch in Deutschland zur Vorsicht auf und berichtete von eigenen erschreckenden Erfahrungen. „Man muss nach Österreich schauen, was Nationalisten wie die FPÖ unter Meinungsfreiheit verstehen“, begann er seinen Kommentar, „nämlich ausschließlich die Freiheit ihrer eigenen Meinung. Den Journalisten Armin Wolf will man zum Teufel jagen, weil er getan hat, was sein Beruf von ihm verlangt, die unsäglich rassistischen Kampagnen der FPÖ zu demaskieren“, so Restle. Was man in Österreich gerade erlebe, sei ein kühl kalkulierter Frontalangriff einer Regierungspartei auf die Pressefreiheit und daher müsse Wolf die Solidarität aller Demokraten gelten, auch aus Deutschland. „Wer nämlich glaubt, dass so etwas uns nicht drohen könnte, der täuscht sich.“

Nach ORF-Skandal: ARD-Tagesthemen-Journalist berichtet über Drohungen der AfD

Mit eindringlichen Worten schilderte der Journalist eigene Erfahrungen: „Der Vorsitzende der AfD, Jörg Meuthen, hat den WDR aufgefordert, mich aus allen Funktionen zu entfernen, weil ihm meine Kommentare zur AfD nicht passen. Andere in der AfD reden von Ausmisten.“

Die Pressefreiheit sei in Gefahr, auch, weil sich immer mehr Journalisten aus Angst vor Hetzkampagnen nicht mehr wagen würden, klar Position zu beziehen. Die Kampagne gegen Wolf zeige, dass sich der öffentlich-rechtliche Rundfunk darauf besinnen müsse, wofür er eigentlich da sei, nämlich dafür, die Grundfreiheiten in diesem Land mutig zu verteidigen, als Schutzbastion der Demokratie. „Das ist sein verfassungsgemäßer Auftrag und er ist 70 Jahre nach Inkrafttreten des Grundgesetzes aktueller denn je“, schloss Restle seinen Tagesthemen-Kommentar.

Bild: re:publica from Germany, Re publica 18 – Day 1 (26984261117)CC BY-SA 2.0

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