Aufruf zum Mord an Ursula von der Leyen und ihren Kindern

Wieder einmal meldete sich das Staatsstreichorchester zu Wort. Dieses mal wurde man jedoch konkreter und rief eine Morddrohung gegenüber Ursula von der Leyen und ihren Kindern aus.

Die Email liegt uns vor und Polizei sowie Staatsschutz sind auch in diesem Falle informiert. Sie war adressiert an das Berliner Büro von der Leyens. In dem Schreiben wird in typischer Manier der Rechtsextremisten verlangt, dass von der Leyen ihr Amt bei der EU nicht antritt.

Liebe Uschi,
solltest du das Amt als EU-Kommissionspräsidentin antreten, dann kannst du dich schon mal darauf einstellen, dass wir uns deine dreckigen und korrupten Bälger vorknöpfen werden und wünschen dir viel Spaß dabei, sie anschließend zu beerdigen.

Staatsstreichorchester

Auch wenn Ursula von der Leyen zur Zeit in der Öffentlichkeit keine große Sympathieträgerin ist, dieses ist eine unverholene Androhung von rechtsextremistischen Terror und Mord an den Kindern einer Politikerin und an ihr selbst. Dieses kann und darf nicht geduldet werden.

Die Forderungen werden das erste mal aus Sicht des Rechtsextremisten überhaupt begründet. Unter anderem heißt es in der Drohmail:

Für die Plünderung unserer Kassen werdet ihr mit dem Leben eurer Mitarbeiter und Vorstände bezahlen.
Wir, die Bürgerinnen und Bürger Deutschlands, wollen unser Geld zurück, welches die Bundesregierung und Uschi euch zugesteckt haben und immer noch in eure Ärsche blasen.
Verpisst euch aus unserem Land und zwar sofort!
Ansonsten werden unsere Kammerjäger parasitäre Ungeziefer wie euch auslöschen und vernichten.

Staatsstreichorchester

Also man versucht anscheinend solidarisierend für die Bürgerinnen und Bürger dieses Landes zu sprechen. Wir machen uns gemein mit dem Volk, damit wir selbst uns ein Mandat für unsere Gewalttaten ausstellen können. Klingt nach einer Strategie aus einem Polizeistaat. Ist auch eine. Solch eine Strategie funktioniert Gott sei Dank in einer gefestigten Demokratie wie die unsere nicht.

Sollte man auf das Staatsstreichorchester eingehen?

Wir wissen, wo sich deine scheiß Sippschaft aufhält und haben sie im Visier.
Tritt von all deinen Ämtern zurück, ansonsten wirst du die Tode deiner Kinder und der Untermenschen zu verantworten haben, die sie beschützen.
Und deine Freunde bei McKinsey sind und ebenfalls ein Dorn im Auge, dies ist auch eine Warnung an alle McKinsey-Mitarbeiter und die Vorstände, wir können euch jederzeit in die Luft sprengen und die Straßen mit euren abgetrennten und zerfetzten Gliedmaßen schmücken.
Wir wissen, wie ihr ausseht, wie ihr heißt, wo ihr wohnt und was ihr in eurer Freizeit macht.

Staatsstreichorchester

Sollte man solch eine Email überhaupt ernst nehmen? Ja. Sollte man darauf eingehen und darüber berichten? Ja.

Man kann diese beiden Fragen nur mit Ja beantworten. Umso unverständlicher sind die Forderungen, sich damit nicht auseinander zu setzen. Vielleicht ist es auch die Unsicherheit, wer hinter dem Staatsstreichorchester am Ende steckt, so dass man sich lieber zurückhalten mag. Eine Frage, die jeder mit sich selbst und seinem engsten Umkreis ausmachen muss. Aber gar nicht darüber zu berichten, es tot zu schweigen und aussitzen zu wollen wird generell der falsche Weg sein.

Das staatliche Wissen rund um den Rechtsextremismus in Deutschland, die Netzwerke und Zellen muss für die Öffentlichkeit transparenter werden. Die Solidarität gegen den Rechtsextremismus würde gestärkt werden, da alleine das Wissen um die Gefahren für unsere Demokratie die Menschen zusammen rücken lassen wird.

Ebenfalls wäre es wichtig, wenn die mutmaßlichen Opfer, also die Menschen, die bereits heute auf rechtsextremistischen Todeslisten stehen, darüber auch informiert werden. Eine Todesliste mit rund 30.000 Namen ist dem Staat ja definitiv bekannt. Man würde sehr viel Unsicherheit und Angst einigen Menschen nehmen können, was zur Entspannung beitragen würde.

Wir müssen berichten und diskutieren können über den zunehmenden Terror der Rechtsextremisten.

Frank Schurgast

Bild: BMVg

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