Berlin geht gegen Rassismus auf die Straße

Die Demonstration startete am Wittenbergplatz. Die Teilnehmer zogen von dort aus zum Kaiser-Wilhelm-Denkmal.

Mehrere Tausend Menschen haben in Berlin gegen Rassismus und rechte Parteien protestiert. Nach Informationen des Veranstalters kamen rund 2500 Teilnehmer, die Polizei machte dazu keine Angaben. Der Demonstrationszug “March Against Racism” des Bündnisses “Aufstehen gegen Rassismus” zog am Samstagnachmittag vom Wittenberg- über den Nollendorfplatz zum Kaiser-Wilhelm-Platz in Schöneberg. Auf Transparenten wurden Slogans wie “Rassismus ist keine Alternative”, “Omas gegen Rechts” und “Kein Platz für Nazis” gezeigt.

In Gedenken an die Opfer des Doppelanschlags auf zwei Moscheen in Neuseeland legten die Demonstranten eine Schweigeminute ein. “Man darf nicht vergessen, dass der Attentäter sich auch auf Neonazis aus Europa bezogen hat”, sagte Sprecher René Paulokat. Wenn rechte Politiker Flüchtlinge mit Worten wie “Messermänner” bezeichnen, führe dies zu Fremdenhass und Gewalt.

Unterzeichnet wurde der Aufruf zur Demonstration unter anderem von den Berliner Grünen, der Linken und der SPD sowie dem Deutschen Muslimischen Zentrum Berlin und dem Deutschen Gewerkschaftsbund Berlin-Brandenburg. Auch in anderen Städten starteten anlässlich des Internationalen Tags gegen Rassismus ähnliche Demonstrationen. In Eisenach waren nach Polizeiangaben rund 650 Menschen unterwegs, in Chemnitz sprach der Veranstalter von “bis zu 250”.

Bild: Elke WetzigKöln gegen Rechts – Solidarität statt Hetze -2322CC BY-SA 4.0

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