Berliner BDS-Ableger organisiert Auftritt der PFLP-Terroristin Rasmea Odeh

Die verurteilte PFLP-Terroristin Rasmea Odeh sollte vor zwei Wochen in Berlin sprechen. Das war von Senatsseite unterbunden worden. Jetzt ist überraschend ein neuer Auftritt für morgen geplant.

Vorletzte Woche war eine geplante Veranstaltung mit der PFLP-Terroristin Rasmea Odeh in Berlin von der Innenverwaltung untersagt worden. (Tagesspiegel) Diese wurde vom Palestinian Prisoner Solidarity Network (Samidoun) und dem Berliner BDS-Ableger organisiert. In Folge dessen war Odeh das Visum für den Besuch in Deutschland entzogen worden. Vorgestern verlautbarte daraufhin ihre Anwältin, ihre Mandantin habe die Absicht, das Land freiwillig zu verlassen. (taz) Nun aber soll morgen überraschend die Veranstaltung in Berlin nachgeholt werden. Darauf deutet eine Facebook-Veranstaltung hin. Der geplante Veranstaltungsort wurde bisher jedoch nicht öffentlich gemacht.

Plattform für palästinensische Terroristin

Das Vorhaben ist aus mehreren Gründen skandalös. Zum einen wird hier einer palästinensischen Terroristin eine Plattform gegeben. Odeh wurde 1970 für die Beteiligung an einem Bombenanschlag auf einen Jerusalemer Supermarkt verurteilt, bei dem zwei israelische Studenten getötet und neun weitere Menschen verletzt worden waren. Sie saß 10 Jahre in Israel im Gefängnis, bis sie durch einen Gefangenenaustausch zwischen Israel und der Volksfront zur Befreiung Palästinas (PFLP) frei gepresst wurde. Die PFLP wird von Israel, der EU sowie den USA als Terrororganisation eingestuft und ist seit den 1960er Jahren für zahlreiche antisemitische Terroranschläge in Israel und Europa verantwortlich. (taz)

Bild: Alaraby

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