Boris Palmer kündigt Rückzug nach Kritik an

Tübingens Oberbürgermeister Boris Palmer (Grüne) wusste, was er mit seiner Kritik an der Werbekampagne der Deutschen Bahn auslöst. Nun rudert er zurück.

Nach heftiger Kritik an seinen Äußerungen zur Auswahl von Bahn-Werbegesichtern will sich der Tübinger Oberbürgermeister Boris Palmer ab Donnerstag vorübergehend von Facebook verabschieden. „Ich poste von 0 Uhr bis zur Kommunalwahl nichts mehr auf Facebook“, sagte der Grünen-Politiker der „Stuttgarter Zeitung“ und den „Stuttgarter Nachrichten“. Er hatte bereits vor längerer Zeit angekündigt, im Mai „Facebook-Fasten“ zu wollen. Nun zieht er sich aufgrund der hitzigen Debatte um seine Äußerungen zur Bahn-Werbung bereits eine Woche früher zurück.

Palmer sagte den Blättern, er sei entsetzt über die Reaktionen, in denen er vielfach als rassistisch bezeichnet wurde. „Ich wurde falsch verstanden und jetzt wird auf mich eingeprügelt“, so der 46-Jährige.

Im Radioprogramm „SWR Aktuell“ bekräftigte er am Mittwoch seine Kritik an der Kampagne. „Menschen wie ich, also alte, weiße Männer, tauchen auf dieser Bildauswahl nicht auf“, sagte er. „Das finde ich erst mal erklärungsbedürftig.“ Offen und bunt heiße nicht, dass Personen, die aussähen wie er, auf einmal keinen Platz mehr zugewiesen bekommen.

Bild: Screenshot Twitter

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