Brandenburg: Weitere AfD-Kandidatin schafft es nicht ins Präsidium

Potsdam/Ganderkesee (fs) – Dreimal ist bereits ein Kandidat der rechtsextremistischen AfD bei der Wahl für das Präsidium des Brandenburger Landtags durchgefallen. Heute ist nun auch die vierte Kandidatin durchgefallen.

Im vierten Anlauf schickte die AfD nun ihre neue Kandidatin Lena Duggen (31) ins Rennen. Doch auch die Juristin aus dem Havelland erreichte nicht die nötige Mehrheit. Sie erhielt heute im Potsdamer Landtag bei 53 Nein-Stimmen nur 27 Ja-Stimmen. Es gab zwei Enthaltungen. Duggen wurde erstmalig in diesem Jahr in den Landtag gewählt.

Ihrem Lebenslauf zufolge gehörte Duggen von 2011 bis 2014 der Partei Die Freiheit an. Die Freiheit wurde in Bayern ab 2013 vom Verfassungsschutz beobachtet und als islamfeindlich eingestuft. Die Fraktionschefs Mike Bischoff (SPD) und Jan Redmann (CDU) kritisierten beide, dass Duggen zur Neuen Rechten zähle. Links-Partei und Grüne verwiesen auf ihre Mitgliedschaft in der Partei Die Freiheit.

Vor Duggen war bereits Daniel Freiherr von Lützow (45) bereits zweimal durchgefallen. Die Fraktionschefs der übrigen Parteien warfen von Lützow rechtsextreme und rassistische Einstellungen vor. Mit Dennis Hohloch hatte die rechtsextremistische AfD bereits einen weiteren Kandidaten für den Platz im Präsidium beantragt, falls auch Duggen durchfällt. Nun kennen wir zumindest bereits den Namen des nächsten rechtsextremistischen Kandidaten der AfD, dem dann hoffentlich auch der Präsidiumsplatz verwehrt wird.

Bild: Landtag Brandenburg/Manuel Dahmann

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