Brandenburgs CDU macht mit AfD gemeinsame Sache

Der Spitzenkandidat der Brandenburger Linkspartei ist sauer auf die CDU. In einer am Freitag verschickten Pressemitteilung wirft Sebastian Walter den Christdemokraten vor, in den Kommunalparlamenten des Wahlkreises Barnim als „Steigbügelhalter“ der AfD zu agieren. Konkret wirft er der CDU vor, den Barnimer Kreistagspräsidenten Othmar Nickel (CDU) mit den Stimmen der Freien Wähler und der AfD gegen einen Bewerber der Linken durchgesetzt zu haben.

Umgekehrt hätten CDU und Freie Wähler dann auch einen AfD-Politiker zum dritten Stellvertreter gewählt. Doch auch im Barnim waren die Abstimmungen geheim. Wie Walter trotzdem diese Vorwürfe erheben kann?

„Das sind so viele Zufälle, die gibt es nicht“, sagte der Linken-Politiker auf RUNDSCHAU-Nachfrage. Man habe sehen können, wie Verabredungen getroffen wurden, zudem hätten sich alle übrigen Parteien zu ihrem Stimmverhalten bekannt. „Gerichtsfest nachweisen kann man das aber natürlich nicht.“

Mit seinen Vorwürfen ist Walter nicht alleine. Vor den Landtagswahlen in Ostdeutschland wird mit besonderem Argwohn auf alles geblickt, was nach einer Zusammenarbeit zwischen CDU und AfD aussieht. Für bundesweite Schlagzeilen sorgte etwa die mecklenburgische Gemeinde Penzlin, wo CDU und AfD eine Zählgemeinschaft eingegangen sind.

Und einem Bericht des „Nordkurier“ zufolge habe es auch in Wolgast und Sassnitz auf Rügen Zählgemeinschaften gegeben, bei denen Kandidaten von CDU und FDP mit den Mandatsträgern der AfD gemeinsame Sache gemacht haben sollen.

Bild: Screenshot Youtube

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