Bremen: 8 von 11 AfD-Mandaten in den Stadtteilparlamenten verlorengegangen

In der laufenden Amtszeit der Beiräte sind bereits acht von den elf AfD-Mandaten in den Stadtteilparlamenten verlorengegangen. Beispielsweise Jürgen Hauschild erhob schwere Vorwürfe gegen die Landesvorsitzenden.

Das AfD-Beiratsmitglied Jürgen Hauschild aus der Neustadt hat kürzlich sein Mandat niedergelegt, weil er die „Ausrichtung des neuen Landesvorstandes nicht weiter mittragen kann“, so der pensionierte Justizbeamte. Er erhebt schwere Vorwürfe gegen die Landesvorsitzenden der Partei Frank Magnitz und Thomas Jürgewitz, deren Führungsstil er als „undemokratisch“ beschreibt. Da kein AfD-Nachrücker für den Neustädter Beirat zur Verfügung steht, reduziert sich damit die Anzahl der 2015 ursprünglich elf errungenen Beiratsmandate der Partei „Alternative für Deutschland“ in Bremen erneut von zuletzt vier auf drei.

Die letzten verbliebenen Stadtteilparlamentarier der AfD sind demnach in Walle Gerald Höns, in Vegesack das AfD-Landesvorstandsmitglied Marvin Mergard und in Burglesum der AfD-Bundestagsabgeordnete und Vorstand des Bremer AfD-Landesverbandes Frank Magnitz. Alle drei machen deutlich, ihr Mandat bis zum Ende der Amtszeit der Beiräte behalten zu wollen. Magnitz ist allerdings nach Angaben der Burglesumer Ortsamtsleitung spätestens seit der Bundestagswahl nicht mehr in der Beiratsarbeit aktiv gewesen.

„Das liegt daran, dass ich in der Regel nicht da bin“, begründet Magnitz sein Fernbleiben mit seiner politischen Tätigkeit im Bundestag. Wie der AfD-Spitzenkandidat für die Bürgerschaftswahl angesichts dieser Erfahrung – vorbehaltlich seiner Wahl – parallel in der Bürgerschaft ab Mai sein Mandat ausfüllen will, lässt er offen: „Das werden wir dann sehen.“

Bild: Foto Jürgen Howaldt, Bremen bei Nacht – Marktplatz Deutsches Haus bis RathausCC BY-SA 3.0 DE

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