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Bundesweit werden rund 500 Rechtsextremisten von der Polizei gesucht

Berlin/Ganderkesee (ots/fs) – Die Zahl der untergetauchten Rechtsextremisten bleibt hoch. Die Sicherheitsbehörden suchen nach Informationen des Tagesspiegels (Freitagausgabe) bundesweit 482 Neonazis und weitere Rechte. Da es häufig um mehrere Delikte geht, sind insgesamt 624 Haftbefehle offen, einige schon seit vielen Jahren.

Der älteste Haftbefehl stammt aus dem Jahr 2002. Das geht aus einer Antwort des Bundesinnenministeriums auf eine Anfrage der Linken-Abgeordneten Ulla Jelpke und ihrer Fraktion hervor. Das Papier mit Daten zum Stichtag 30. September 2019 liegt dem Tagesspiegel vor. Die hohe Zahl der Untergetauchten ist schon deshalb brisant, weil zumindest in Einzelfällen terroristische Untergrundaktivitäten wie einst beim NSU zu befürchten sind.

Die Polizei fahndet nach 105 der verschwundenen Rechten wegen politisch motivierter Delikte. In 19 Fällen handelt es sich um rechte Gewalttaten, darunter ein Tötungsdelikt. Weitere 85 Rechte werden wegen unpolitischer Gewalttaten, dabei vier Tötungsdelikte, gesucht.

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