Christopher Vogt (FDP): AfD’ler sollten die Partei verlassen

Neben Wolfgang Kubicki und FDP-Urgestein Gerhardt Baum hat sich heute noch ein Liberaler zu Wort gemeldet und auch sein Anliegen war die AfD. Sein Name: Christopher Vogt. Vielleicht nicht allen Menschen quer durch die Republik sofort ein Begriff. Seines Zeichen ist er Fraktionschef der FDP im Schleswig-Holsteiner Landtag.

Am Sonntag erklärte Innenminister Hans-Joachim Grote (CDU) bereits, dass der Verfassungsschutz in Schleswig-Holstein prüfe, ob die AfD künftig überwacht werden solle. Laut Vogt ist die AfD ein ganz eindeutiger Fall für den Verfassungsschutz. Dieses erklärte er gegenüber der dpa am Montag.

Eine Partei, die Frau Sayn-Wittgenstein wieder zur Vorsitzenden wählt, entscheidet sich ganz klar für einen radikalen Kurs, der mit dem Grundgesetz nichts zu tun hat. Ich gehe deshalb fest davon aus, dass die AfD in Schleswig-Holstein schon sehr bald vom Verfassungsschutz beobachtet wird.

Christopher Vogt

Auch wenn dieses am Ende keine politische Entscheidung wäre, wie Vogt richtig feststellt, so würde ihn alles andere durchaus überraschen.

Ausschlaggebend für die Einlassung von Christopher Vogt war die Tatsache, dass Doris von Sayn-Wittgenstein an diesem Wochenende auf dem Landesparteitag der schleswig-holsteinischen AfD erneut, nach ihrem Rücktritt im Dezember 2018, zur Landesvorsitzenden gewählt wurde. Dabei störte es die Schleswig-Holsteiner Kameraden in der AfD anscheinend auch nicht, dass der eigene Bundesvorstand gegen Sayn-Wittgenstein ein Parteiausschlussverfahren betreibt.

Der rechten Adelsdame wird vorgeworfen, dass sie Fördermitglied in einem rechtsextremistischen Verein sein, der unter anderem auch schon mal den Holocaust leugnet und daran glaubt, dass Hitler den Frieden wollte.

Aufgabe der staatstragenden Parteien ist es, die AfD in Schleswig-Holstein in der politischen Auseinandersetzung und durch Problemlösungen wieder klein zu machen.

Christopher Vogt

Vogt verwies noch einmal auf den Mordfall Walter Lübcke, an dem man doch sehr gut erkennen könne, wohin rechte Radikalisierung führen kann. Wenn man jetzt konsequent daran arbeitet die AfD wieder klein zu machen, so sollte das in den nächsten Jahren der richtige Schritt sein. Die vier Landtagsabgeordneten der rechtsextremistischen AfD rief er dazu auf ihre Partei umgehend zu verlassen.

Ein Verbleib in der AfD wäre ein Bekenntnis zu dem Kurs von Frau Sayn-Wittgenstein und ihren Anhängern.

Christopher Vogt

Frank Schurgast

Bild: Portal Liberal

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