25. Mai 2020

Colorful Germany

Für ein buntes Deutschland

Der 8. Mai in Demmin und kein rechter „Fackelmarsch”

Ein Findling auf dem Friedhof von Demmin kennzeichnet eines der Massengräber derer, die in den Freitot gegangen waren. / Foto: Wikswat CC BY-SA 3.0

Demmin/Ganderkesee (fs) – Seit vielen Jahren ist der 8. Mai der Tag in Demmin (Mecklenburg-Vorpommern), der von einem rechtsextremen Trauermarsch der NPD geprägt ist. Natürlich trifft der Trauerzug jährlich auch auf massive Gegenproteste. Normalerweise wäre der 8. Mai ansonsten ein schattenschwerer Nebel der letzten Tage des Zweiten Weltkriegs, der sich über die altehrwürdige Hansestadt legt.

Doch in diesem Jahr wird alles anders. Dank der Corona-Pandemie werden wir heute keinen rechtsradikalen Aufmarsch haben. Endlich kann die Stadt einmal wieder den 8. Mai als einen ruhigen, nachdenklichen Tag begehen. Doch die Gegner der Rechten werden ihre Veranstaltungen trotzdem unter Auflagen der Corona-Krise nutzen um gegen NPD und Co. zu demonstrieren.

Zum diesjährigen 8. Mai waren beim Ordnungsamt des Kreises zehn Veranstaltungen angemeldet worden, darunter auch die Anmeldung der NPD für Ihren rechtsextremistischen “Fackelmarsch”. Doch diese hat ihren Antrag zurück gezogen. Daraus hervorgehend ist aber nicht zu erwarten, dass die Rechtsextremisten heute gar nicht in Erscheinung treten werden. Die NPD ruft in einer Stellungnahme zur Absage des “Fackelmarsches” ihre Genossen dazu auf, den Taten an den Ehrendenkmälern in der Region zu gedenken.

Alle anderen neun Veranstaltungen können heute stattfinden. Die positiven Bescheide wurden nach Absprachen zwischen der Versammlungsbehörde des Landkreises, der Polizei und den Veranstaltern erteilt. Jedoch wurden auch strenge Auflagen erhoben. Unter den Corona-Auflagen bedeutet dieses auf allen Veranstaltungen, dass ein Mund- und Nasenschutz getragen werden muss und der übliche Sicherheitsabstand eingehalten werden muss. Außerdem dürfen je Veranstaltung nur maximal 50 Personen teilnehmen.

Der dunkle Schatten von Demmin

In den letzten Tagen des Zweiten Weltkrieges brach eine kollektive Angst bei Einheimischen und Flüchtlingen vor den russischen Alliierten aus. In dieser Folge kam es zu einem der größten Massensuizide in Deutschland. Wer mehr über diese Geschichte und wie Demmin heute damit umgeht wissen möchte, den empfehlen wir diese Dokumentation von Martin Farkas:

Die Stadt Demmin selbst hat bereits am 4. Mai mit einer würdigen Kranzniederlegung den Toten gedacht. Für heute plant die evangelische Kirchengemeinde noch ein Friedensgebet, wo den Toten auch noch einmal gedacht werden kann.

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