Der AfD geht es um die Zersetzung der Demokratie

Jüngste Umfragen sehen die Brandenburger AfD zeitweise Kopf an Kopf mit der regierenden SPD. Parteienforscher Gideon Botsch von der Uni Potsdam warnt: Dem AfD-Landesverband gehe es um die Zersetzung der Demokratie.

„Im ganzen Land werden heute Frauen und Mädchen für die Art, wie sie leben wollen, erstochen, erschossen, mit dem Beil erschlagen oder unter Allahu-Akbar-Rufen geköpft. Rund 270 Ehrenmorde in rund vier Jahren sind nur die Spitze des Eisberges. Nichtmuslime werden gemessert, diskriminiert oder beschimpft. Aber das alles dürfen wir natürlich nicht laut sagen, denn dann sind wir ja Populisten.“

Parteitag der Brandenburger AfD im Januar 2019. Es gilt die Liste für die Landtagswahl am 1. September aufzustellen. Jeder kann sich bewerben, die Parteispitze hat keine Vorgaben gemacht.

Wahl- und Auszählmarathon

Nach einem 21-stündigen Wahl- und Auszählmarathon schafft es der eben gehörte Tim Krause aus Potsdam auf einen der hinteren Listenplätze. Spitzenkandidat wird der Brandenburger Partei- und Fraktionschef Andreas Kalbitz.

Die rot-rote Landesregierung habe abgewirtschaftet und gehöre aus dem Amt gejagt, sagt der ehemalige Soldat Kalbitz, der dem völkischen „Flügel“ der AfD angehört. Grüne und CDU hätten als Opposition versagt.

„Man braucht die nur machen lassen, die enttarnen sich selber mit allem, was sie sagen, mit allem, was sie tun. Wenn man mit den Menschen auf der Straße spricht, dann glaubt man, dann ist man manchmal versucht zu sagen: Na, wir haben eigentlich schon 55 Prozent. Die Stimmung kippt.“

Nicht bei 55 aber bei um die 20 Prozent sehen jüngste Umfragen die AfD in Brandenburg, zeitweise Kopf an Kopf mit der regierenden SPD. Bundesweit ist die AfD in keinem Land der Regierungspartei so dicht auf den Fersen wie in der Mark.

Bild: Screenshot Youtube

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