Der AfD-Künstler und die Absage der Leipziger Jahresausstellung

Die 26. Leipziger Jahresausstellung ist abgesagt worden. Hintergrund ist der Streit um die Nähe eines Künstlers zur AfD.

Der Veranstalter, ein ehrenamtlich arbeitender Verein, teilte mit, man sehe sich nicht in der Lage, einen Ablauf wie in den vergangenen Jahren zu gewährleisten. Zudem sei Mitgliedern, ausstellenden Künstlerinnen und Besucherinnen die politisierte und aufgeheizte Situation nicht zuzumuten.

Die Ausstellung wurde vor dem Ersten Weltkrieg von Max Klinger und anderen Leipziger Künstlerinnen gegründet und 1992 wiederaufgelegt. Bei der diesjährigen Schau von 36 Künstlerinnen in der Leipziger Baumwollspinnerei, deren Beginn für Donnerstag geplant war, sollte auch der Maler Axel Krause ausstellen. Das hatte zu Protesten geführt. Mehrere Künstler*innen drohten mit ihrem Rückzug.

Der in Halle geborene Krause gilt als Vertreter Neuen Leipziger Schule und soll zuletzt unter anderem durch öffentliche Sympathien für „Pegida“ aufgefallen sein. Wie der MDR berichtet, hat Krause auf Facebook etwa von „illegaler Masseneinwanderung“ von Flüchtlingen nach Deutschland geschrieben. Krause ist zudem Mitglied des Kuratoriums der AfD-nahen Desiderius-Erasmus-Stiftung.

Bild: Galerie Kleindienst

Kommentar verfassen

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.