Die SPD verdient an der NPD mit

Nun ist Helmerich ohnehin im Focus der innerparteilichen Gesinnungs-Gouvernanten, schließlich ist er erst kürzlich von der AfD in die SPD gewechselt. Statt sich nun an diesem Zugewinn zu freuen, möchten etliche Genossen den Neuzugang lieber schnell wieder loswerden. Denn er hat sie bereits damit geärgert, dass er seinen Parteifreund Thilo Sarrazin zu einem Auftritt einlud. Und nun das Plakat. Da wollen die Genossen im Weimarer Land jetzt Konsequenzen ziehen.

Mit anderen Plakaten hat die SPD offenbar weniger Probleme. Etwa mit „Abschiebung statt Integration“. Mit ihm wirbt die NPD um Stimmen für die Europawahl. 400 dieser Plakate wurden in Nürnberg von einer Firma aufgehängt, die zur Hälfte der SPD gehört, berichtet Bild. Wenn die Partei damit Geld verdienen kann, ist sie trotz aller heutzutage demonstrierten politischen Überkorrektheit offenbar recht flexibel, was die Grundwerte angeht. Da kann man auf der einen Seite ein Ex-AfD-Mitglied, das sich in der SPD engagiert, wegen „Rechtspopulismus“ verfolgen und gleichzeitig Geschäfte mit der NPD machen.

Hat der Neu-Sozialdemokrat Helmerich vielleicht einfach nur den Fehler gemacht, die SPD bei seinen Plakaten nicht mitverdienen zu lassen?

Bild: maz

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