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Faktencheck: Hantaviren gibt es weltweit schon lange – Rechte Fake-News

Berlin/Ganderkesee (ots/fs) – In den sozialen Netzwerken kursieren zurzeit Gerüchte um das Hantavirus. Dieses sei ein neues Virus aus China. Es wird als extrem gefährlich beschrieben – in manchen Posts wird es gar “Killervirus” genannt. (https://v.gd/giTaos)

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Hantaviren sind bereits weltweit verbreitet. Sie sind nicht neu, Infektionen mit dem Erreger sind schon seit Jahren in Deutschland meldepflichtig. Die Viren werden nicht von Mensch zu Mensch übertragen, sondern über Ausscheidungen von Nagetieren. Je nach Virustyp können unterschiedlich schwere Krankheitsverläufe auftreten. In Deutschland gab es bisher nur sehr wenige Todesfälle.

Fakten

Es gibt nicht das eine Hantavirus, sondern verschiedene Hantaviren. Sie sind jedoch nicht neu und bereits weltweit verbreitet, wie die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) schreibt (https://v.gd/jxgAZX). In Deutschland treten Hantaviren laut Robert Koch-Institut (RKI) bereits seit Jahren auf (https://v.gd/CqFZve).

Wie gefährlich eine Ansteckung ist, hängt vom Virustyp ab. Laut BZgA sind Todesfälle in Deutschland sehr selten. Das RKI nennt eine Sterberate von unter einem Prozent für Erkrankungen durch in Deutschland vorkommende Hantavirus-Typen.

Hantaviren werden über Nagetiere wie Ratten und Mäuse auf den Menschen übertragen. Meist werden die Viren eingeatmet, etwa durch kontaminierten Staub. Besonders gefährdet ist deshalb, wer im Forstbetrieb, in der Landwirtschaft oder im Garten arbeitet. Von Mensch zu Mensch breiten sich die Viren in Deutschland nicht aus.

Die Fallzahlen in Deutschland schwanken stark, wie das Robert Koch-Institut schreibt. In vielen Jahren habe es im Schnitt nur etwa 200 Erkrankte gegeben. In manchen Jahren kommt es demnach aber zu besonders vielen Infektionen. So steckten sich 2012 mehr als 2800 Menschen in Deutschland mit den Viren an. Bei einer Ansteckung mit Hantaviren muss das zuständige Gesundheitsamt informiert werden.

Je nach Virustyp unterscheidet sich die Schwere der Krankheit. Meist erleiden Infizierte plötzlich hohes Fieber, Kopf- und Gliederschmerzen sowie Magen-Darm- und Nierenprobleme.

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