FCM-Ultras wollen nicht “zum Spielball politischen Stimmenfangs” der AfD verkommen

Eine Woche vor den Wahlen setzt die Fan-Szene des 1. FC Magdeburg ein Zeichen: Sie würden nicht “zum Spielball politischen Stimmenfangs” der AfD verkommen wollen – erklären die Ultras zu ihrer Aktion.

Unzählige geschwenkte Fahnen, über 90 Minuten lautstarke Unterstützung, eine Spielunterbrechung wegen Ausschreitungen samt gezündeter Pyrotechnik und am Ende die emotionale Verabschiedung von Aufstiegshelden – für die Fans des 1. FC Magdeburg war der Abschied aus der zweiten Bundesliga intensiv.

Doch was neben all den Offensichtlichkeiten kaum jemand bemerkte: Eine Woche vor der Kommunal- und Europawahl wurde es auf der Tribüne auch politisch. Die aktive Fan-Szene des FCM sendete am Sonntagnachmittag im Heimspiel gegen den 1. FC Köln eine deutliche Botschaft an die AfD.

Zu Beginn der zweiten Halbzeit wurde im “Block U” ein Spruchband hochgehalten, auf dem geschrieben stand: “Und wehe demjenigen, der sich anmaßt, in unserem Namen zu sprechen! 1. FCM – stärkste Kraft im Osten! Commando East Side – Gott will es!”

FCM-Ultras: “Klare Trennlinie zwischen uns und Parteien”

Was für die Mehrheit der 18.902 in der ausverkauften MDCC-Arena kaum verständlich war, wurde im Fan-Spieltagsheft “Planet MD” erklärt. Dort wandten sich die Ultras mit folgenden Worten an die blau-weißen Anhänger: “Uns ist egal, wie ihr politisch tickt, was ihr wählt und warum. Was uns jedoch definitiv nicht egal ist, wenn unser FCM, unsere Fan-Szene zum Spielball politischen Stimmenfangs verkommt.”

Mit dem Spruchband solle “eine klare Trennlinie zwischen uns und Parteien, die glauben mit uns Profit schlagen zu können”, gezogen werden, so stand es im “Planet MD” geschrieben.

Bild: Screenshot Youtube

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