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Antisemitismus Kultur

Forderung nach Absetzung von Intendantin der Ruhrtriennale

Osnabrück/Ganderkesee (ots/fs) – Der Zentralrat der Juden in Deutschland kritisiert die Intendantin der Ruhrtriennale, Stefanie Carb, scharf. Grund dafür ist die Einladung von Achille Mbembe als Eröffnungsredner der Ruhrtriennale.


Wird scharf vom Zentralrat der Juden kritisiert: Stefanie Carp. / Foto: © Daniel Sadrowski

Ich habe keinerlei Verständnis für die Einladung von Achille Mbembe als Eröffnungsreferent der Ruhrtriennale – auch wenn die Veranstaltung wegen Corona mittlerweile abgesagt ist.

Zentralratspräsident Josef Schuster gegenüber der NOZ

Mbembe vertrete die Auffassung, Israel verhalte sich heute schlimmer als Südafrika zur Zeit der Apartheid. “Das ist historisch falsch und nicht zu akzeptieren. Damit unterstützt er indirekt die BDS-Bewegung”, sagte Schuster. Zudem läsen sich einige Stellen in seinen Schriften so, als betrachte der Historiker den Umgang Israels mit den Palästinensern in gewisser Weise als schlimmer als die Schoah. “Damit disqualifiziert er sich”, so Schuster.


Achille Mbembe äußerte sich immer wieder antisemitisch. / Foto: Screenshot Youtube

“Ich frage mich, was sich die Intendantin bei seiner Einladung gedacht hat.” Schon vor zwei Jahren war Stefanie Carb in die Kritik geraten. Damals hatte sie eine BDS-nahe Band eingeladen.

Sie hat sich offensichtlich in ihrer Einstellung überhaupt nicht geändert. (…) Ich kann nicht mehr nachvollziehen, dass sie weiterhin Intendantin der Ruhrtriennale ist, und appelliere an die Verantwortlichen, endlich die notwendige Konsequenz zu ziehen.

Zentralratspräsident Josef Schuster gegenüber der NOZ

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