24. Januar 2020

Colorful Germany

Für ein buntes Deutschland

„Heike Radvan, kämpfen Sie weiter!" – Alice Salomon Award für BTU-Professorin

BTU-Professorin Heike Radvan (re.) bei der Preisverleihung mit der Rektorin der Alice Salomon Hochschule Bettina Völter. / Foto: Alice Salomon Hochschule

Cottbus/Ganderkesee (fs) – Die Erziehungswissenschaftlerin und Sozialpädagogin erhielt den gleichnamigen Preis der Alice Salomon Hochschule Berlin für ihr Engagement gegen Rechtsextremismus und Antifeminismus. Im feierlichen Rahmen des Neujahrsempfangs der Alice Salomon Hochschule (ASH) Berlin wurde am letzten Samstag der ebenfalls nach der Sozialreformerin Alice Salomon benannte Preis an die BTU-Professorin Heike Radvan verliehen. Die Erziehungswissenschaftlerin und Sozialpädagogin wurde für ihr Engagement gegen Rechtsextremismus, Antisemitismus und Antifeminismus ausgezeichnet.

Laudator Micha Brumlik betonte, dass es Zeit sei zu kämpfen und bestärkte die Preisträgerin darin den Kampf weiterzuführen. Frau Radvan sei ein „Frühwarnsystem, auf das unsere Profession und Disziplin – die wissenschaftliche Sozialpädagogik – auch in Zukunft nicht verzichten kann.“

Die Rektorin der ASH Bettina Völter bedankte sich ebenfalls und überreichte den mit 6000 Euro dotierten Preis.

Heike Radvan, die das Fachgebiet „Methoden und Theorien Sozialer Arbeit“ an der BTU Cottbus leitet, wurde von ihrer Alma Mater als eine „außerordentlich engagierte, mutige und innovative Wissenschaftlerin“ gewürdigt. „Sie setzt Zeichen für eine offene Gesellschaft, eine wehrhafte Demokratie und für eine streitbare Soziale Arbeit, die ganz im Sinn Alice Salomons die politische, praktische und wissenschaftliche Auseinandersetzung mit den Entwicklungen der Gesellschaft sucht“, heißt es in der Begründung der Jury.

Soziale Arbeit als Lebensaufgabe

Heike Radvan wurde 1974 auf Rügen geboren und studierte später Soziale Arbeit an der ASH Berlin. Darauf folgte eine 15-jährige Tätigkeit bei der Amadeu Antonio Stiftung, wo sie unter anderem Ausstellungen wie „Das hat’s bei uns nicht gegeben! – Antisemitismus in der DDR“ verantwortete. Sie baute die „Fachstelle Gender und Rechtsextremismus“ der Stiftung auf und wies damit früh auf die Rolle von Frauen innerhalb der Szene hin. Mit Gründung des Vereins „Lola für Demokratie in Mecklenburg-Vorpommern“ etablierte sie diesen Ansatz später auch im ländlichen Raum. Heike Radvan promovierte zum Thema Pädagogisches Handeln und Antisemitismus; ihr aktuelles Buch trägt den Titel „Rechtsextreme Frauen – Analysen und Handlungsempfehlungen für Soziale Arbeit und Pädagogik“.

In den Fußstapfen von Alice Salomon

Alice Salomon lebte von 1872 bis 1948 und war eine liberale Sozialpädagogin, die sich für die Frauenbewegung stark machte und ‚Soziale Arbeit‘ als Wissenschaft etablierte. Mit dem Preis ehrt die Hochschule Persönlichkeiten, die zur Emanzipation der Frauen und der Entwicklung der Sozialen Arbeit Herausragendes beigetragen haben. Die Auszeichnung wird im jährlichen Wechsel mit dem Alice Salomon Poetik Preis verliehen.

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