Homophobe Fangesänge: Schiedsrichter unterbricht Spiel

Am letzten Freitag trafen in der zweiten Französischen Liga die Mannschaften von Nancy und Le Mans aufeinander. Eine attraktive Partie versprach ein interessantes Spiel. Es hätte ein schöner Freitagabend werden können. Wenn da nicht die heimischen Fans gewesen wären.

Das waren am Ende keine schöne Szenen mehr im Stadion Mercel Picot in Nancy. Während des Spiels gegen den Gast aus Le Mans brachen die Fans von Nancy in der ersten Halbzeit immer wieder in homophobe Fangesänge aus. Wie RMC Sport berichtete, galten die homophoben Fangesänge nicht der gegnerischen Mannschaft, sondern dem Lokalrivalen FC Metz und der französischen ersten Liga, in der Metz spiel. Mehrfach forderte der Stadionsprecher die heimischen Fans dazu auf die Gesänge zu unterlassen.

Der Schiedsrichter unterbrach das Spiel letztendlich und drohte mit dem kompletten Abbruch des Duells. Erst nachdem Spieler von Nancy die eigenen Fans dringlichst darum baten die homophoben Gesänge zu unterlassen, verstummten diese. Das Spiel verlief danach ohne weitere homophobe Gesänge und endete 2 – 1 für Nancy.

Der Schiedsrichter handelte nach den Statuten völlig richtig. Der französische Fußballverband geht seit Mai diesen Jahres hart gegen Homophobie in den Stadien vor. Gemäß der neuen Richtlinie können beispielsweise homophobe Delikte mit einer Geldstrafe von bis zu 22.500 Euro oder bis zu sechs Monaten Haft geahndet werden.

Frank Schurgast

Bild: Quest France

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