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Kommentar: Der Rauswurf von Kalbitz aus der AfD

Bielefeld/Bremen (ots/fs) – Das Hauen und Stechen in der AfD geht weiter. Daran wird auch der Rauswurf des Partei-Rechtsaußen Andreas Kalbitz durch das Bundesschiedsgericht nichts ändern.

Der Ausschluss von Kalbitz könnte für Co-Parteichef Jörg Meuthen und sein nach Selbsteinschätzung gemäßigtes Gefolge zum Rohrkrepierer werden. Experten bezweifeln, dass der Rauswurf vor Gerichten Bestand haben wird. Am Ende könnte Kalbitz als Sieger dastehen – und so seinen Intimus Björn Höcke und die rechtsradikalen Kräfte weiter stärken.

Die politische Konkurrenz frohlockt bereits. “Die Tage der AfD in den Parlamenten sind gezählt”, meint CSU-Generalsekretär Markus Blume. Wenn er sich da mal nicht irrt. Die AfD ist ja nicht wegen eines ausgefeilten Parteiprogramms gewachsen, sondern lebt überwiegend vom Frust von Enttäuschten. Und die wissen, dass Sie mit ihrem Protest-Kreuzchen die angestammten Parteien mächtig ärgern können. Mit diesem Pfund könnte selbst eine rechtsradikalisierte Höcke-AfD auch dann noch wuchern, wenn sie Konservative als Wähler verlieren sollte.

Umfragen sehen die AfD bei neun bis zehn Prozent. Das ist von der Fünfprozenthürde noch weit entfernt.

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