Sewastopol am Schwarzen Meer ist mit knapp 400.000 Einwohnern die größte und wohl bekannteste Stadt der ukrainischen Halbinsel Krim. Jedes Jahr wird sie von etwa einer halben Million Touristen besucht, die hauptsächlich aus Russland und der Ukraine stammen. Sewastopol wurde im Jahr 1783 unter russischer Besatzung (neu) gegründet und ist heute Bildungszentrum der autonomen Republik Krim und Sitz zahlreicher wissenschaftlicher Institute und Organisationen. Flächenmäßig ist Sewastopol riesig, etwa so groß wie Berlin oder New York, und umschließt 38 Buchten und mehrere Flussläufe. Reisetipps für Simferopol Die Anreise nach Sewastopol erfolgt über Kiew oder Simferopol mit dem Flugzeug und anschließend mit dem Bus oder Taxi. Eine andere (langwierigere) Alternative ist die Fähre von Istanbul aus, da ist man allerdings 24 Stunden unterwegs. Das Klima in Sewastopol ist beinahe subtropische mit Sommertemperaturen bis zu 40°C. Die Hitze bleibt jedoch durch die ständige Brise vom Meer her erträglich. Im Winter fallen die Temperaturen auch mal unter den Gefrierpunkt, der Hafen von Sewastopol ist jedoch noch nie zugefroren. Sewastopol ist zwar kein Urlaubs- und Badeort im eigenen Sinne, verströmt mit seinen ganz besonderen Sehenswürdigkeiten jedoch ein einzigartiges Flair.

Lachgeschichten: AfD wieder auf Krim-Besuch

Am Sonntag endete ein Kongress der besonderen Art. Abgeordnete und Politiker aus Russland sowie Gäste aus 26 weiteren Ländern nahmen teil. Darunter auch die AfD. Thema des Kongresses: “Zukunft ohne Nationalsozialismus und Terrorismus”. Organisiert wurde der Kongress von einer Organisation mit dem Namen “Internationale Union der Antifaschisten”.

Auch wenn man jede Stimme gegen Rassismus und Faschismus benötigt, so sollte diese doch zumindest eine echte Stimme sein. Und der Tagungsort sprach auch Bände, da der Kongress in Sewastopol stattfand, was auf der von Russland annektierten Krim liegt. Skurriler wird es dann noch, wenn man weiß, dass einer der Redner Gunnar Lindemann war.

Die Krokodilstränen der AfD

Lindemann holte erst einmal die wirklich dicken Krokodilstränen raus, weil er traurig war. Traurig darüber, dass es nach über 70 Jahren nach dem Zweiten Weltkrieg immer noch Menschen in Europa gibt, die der faschistischen Ideologie nachlaufen. Lindemann zeigte sich zu tiefst bestürzt darüber.

Die Geschichte sollte gelehrt haben, wie zerstörerisch und tötend der Faschismus ist.

Gunnar Lindemann (AfD)

Besonders schlimm in den Augen Lindemann, wie verlogen sich der Faschismus doch in die Hirne schleicht.

Die schleichende Gefahr der AfD

Und das tut er ja auch dank Gunnar Lindemann, der für die rechtsextremistische AfD im Berliner Abgeordnetenhaus sitzt. Somit ist Lindemann ja auch Erfüllungsgehilfe von Parteifreund Gauland, der die Nazizeit ja bekanntlicher Weise für einen “Vogelschiss” in der doch so glorreichen deutschen Geschichte hält. Und da ist ja auch nicht zu vergessen der gute Führer Höcke und sein Flügel. Nicht ganz ohne Grund erinnern Höckes Pamphlete ja an Goebbels Hetze. Das ist der schleichende Faschismus, Rassismus und Rechtsextremismus die Lindemann und seine rechtsextremistischen Kumpane von der AfD versuchen in die Köpfe der Deutschen zu verpflanzen.

Aber da wäre ja auch Gunnar Lindemann noch. Der rechtfertigt bei jeder Gelegenheit sehr fleißig den Kampf der russischen Separatisten im Donbass als einen reinen Verteidigungskampf gegen den aus der Ukraine kommenden Faschismus.

Also wir haben etwas sehr wichtiges gelernt. Die AfD ist der wahre Kämpfer gegen den Faschismus, vor allem an der Seite der russischen Gönner. Und wenn alles gut läuft wird der ein oder andere auch mal von Putin getätschelt.

Was für eine erneute Politposse der AfD. Kaum zu glauben, wie viele Anhänger der rechtsextremistischen Partei nun wieder mit Tränen in den Augen gerührt sind.

Und wir “Normalos”? Nun ja, wir sollten unseren Kampf gegen den Rassismus, Faschismus und Rechtsextremismus weiter verstärken. Nach wie vor müssen wir Kante zeigen.

Frank Schurgast

Bild: © J29 CC BY-SA3.0/Wiki

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