Lachgeschichten: Berliner AfD muss Parteitag in 2020 verschieben – Zu viele Saal-Absagen

Berlin/Ganderkesee (fs) – Die Suche zieht sich für die rechtsextremistische AfD aus Berlin schon seit Monaten hin. Doch so sehr sie sich auch bemüht, sie findet einfach keine Räumlichkeiten für ihren Landesparteitag. Mehr als 100 Absagen hat sie bereits kassiert. Übrigens auch vom Berliner Senat. Nun hat man den Parteitag erst einmal auf Januar 2020 verschoben.

Trotz intensivster Suche bis zum letzten Moment in Berlin und im Brandenburger Umland, auch mit tatkräftiger Unterstützung unserer Mitglieder und Brandenburger Parteifreunde, ist es uns leider nicht gelungen, für den vorgesehenen Termin eine angemessene und sichere Lokalität zu finden

Aus der Pressemitteilung der AfD

Für den 25. und 26. Januar 2020 will die AfD Berlin nun aber einen Raum gefunden haben. So heißt es zumindest aus der rechtsextremistischen Partei.

Die Berliner AfD-Mitglieder wurden bereits Anfang Oktober durch den Landesvorstand über bis dahin 76 Absagen informiert, die das Parteigremium auf der Suche nach einer passenden Location für den Parteitag kassiert hatte. Damals wurde der Parteitag dann auf den hiesigen November verschoben.

Wenige Tage nach der Unterrichtung der Mitglieder scheiterte dann auch ein Versuch das Treffen nach Brandenburg zu verlegen. Der Inhaber des Hotel-Restaurants Schloss Diedersdorf dementierte umgehend nach Erscheinen der AfD-Meldung, dass der Parteitag in seinem Hotel stattfinden werde, diese Nachricht. Es war die Rede von Bedrohungen gegen Inhaber und Mitarbeiter des Hotels.

Pikanes Nebenschauspiel

Der Chef der Berliner AfD Georg Pazderski hatte in der vergangenen Woche auch beim Berliner Senat unter Bürgermeister Michael Müller von der SPD nach öffentlichen Räumen und deren Anmietung nachgefragt. Die Abfuhr kam postwendend.

Die Senatssprecherin Claudia Sünder erklärte umgehend, “dass weder der Regierende Bürgermeister alleroberster Saalvermieter in Berlin ist noch die Senatskanzlei die Organisationszentrale der AfD.”

Anzunehmen, dass die Senatskanzlei dafür zuständig ist, Räumlichkeiten für Veranstaltungen für Parteien zur Verfügung zu stellen, ist einigermaßen absurd. Das betrifft Anfragen der Koalition genauso wie der Opposition.

Claudia Sünder

Bild: Schloss Diedersdorf

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