30. Mai 2020

Colorful Germany

Für ein buntes Deutschland

Lachgeschichten: Die Wolfsbeauftragten der AfD

Nunmehr seit rund 20 Jahren ist der Wolf zurück in Deutschland. Er wird in Dörfern gesichtet, reißt immer wieder mal Schafe oder Ziegen. Nun soll Schluss damit sein: Dank der rechtsextremistischen AfD, die das Thema nun für sich entdeckt hat. Für den Wahlkampf und vor allem um kräftig Stimmung zu machen.

In Sachsen gibt es besonders viele der tierischen Einwanderer. Hier hat die AfD sogar eine Wolfsbeauftragte. Da haben die sächsischen Rechtsextremisten der AfD ja mächtig aufgefahren. Sogar eine eigene Wolfsbeauftragte. Donnerwetter.

Kleiner Schönheitsfehler an der Sache ist, dass Silke Grimm, so heißt die Beauftragte für die Kameraden Isegrim, noch nie einem Wolf begegnet ist und kennt ihn wahrscheinlich auch nur aus dem TV, schlimmsten Fall nur als Werwolf. Aber als ernannte Expertin ist sie sich felsenfest sicher, dass künftige Generationen keine weidenden Schafe mehr sehen würden, so gefräßig sind doch diese Eindringliche. Und komischer Weise muss man unwillkürlich an die Flüchtlingspolitik der AfD denken.

Deshalb will Grimm Obergrenzen für Wölfe einführen. Doch hiermit steht sie nicht alleine, denn auch Karsten Hilse (MdB) von der rechtsextremistischen AfD hat das Thema für sich entdeckt.

Wölfe haben schon lange gelernt, dass vom Menschen keine Gefahr ausgeht. (…) Alles, was kleiner und langsamer ist, ist als potenzielles Jagdopfer anzusehen.

Karsten Hilse (MdB) von der rechtsextremistischen AfD gegenüber “Frontal 21” vom ZDF (Ausgabe am 20.08.2019)

Und die nächste logische Konsequenz sei, dass die Wölfe auch ihr Beuteschema ändern würden. Auch er sieht den Wolf als unerwünschten Eindringling, nur er vergleicht sie direkt mit kriminellen Flüchtlingen.

Und als normal denkender Demokrat ließt du so etwas, dir wird heiß und kalt, du gibst es auf dich zu ärgern, denkst an deinen Blutdruck und denkst nur: Herr, lass Hirn vom Himmel regnen.

Natürlich sind solche Vergleiche völlig absurd. Doch die AfD schürrt hier ganz bewusst Ängste. Für Fakten interessiert sich niemand in der rechtsextremistischen Partei. Auch nicht die offizielle Wolfsbeauftragte.

Hier mal drei Fakten für die AfD, falls man noch dazu lernen möchte, da es mit der Bildung ja nicht weit her zu scheinen sei:

  1. Seitdem der Wolf zurück in Deutschland ist, hat er noch nie einen Erwachsenen oder gar ein Kind angegriffen.
  2. Auch für die Weidetierhalter ist der Wolf nur eines von vielen Problemen, da er sich zu 97 Prozent von Wildtieren wie Rehen oder Wildschweinen ernährt und nur drei Prozent seiner Nahrung Weidetiere wie Ziegen und Schafe sind.
  3. Schäfer werden für jedes vom Wolf gerissenes Tier entschädigt und bekommen Zuschüsse für Elektrozäune.

Diese unglaubliche Lachgeschichte gibt es am 20.08.2019 auch im TV

Das ZDF-Magazin “Frontal 21” wird morgen unter anderem darüber berichten, wie die AfD mit der Legende vom bösen Wolf ein Thema fest im Wahlkampf in Sachsen und Brandenburg besetzt. Sie schürt gezielt Ängste vor diesem tierischen Einwanderer. Nur eines macht sie nicht: Aufklären. Morgen, 21 Uhr im ZDF.

Alle hier verwendeten Fakten stammen entweder vom ZDF oder vom Wolfscenter Dörverden.

Frank Schurgast

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