30. Mai 2020

Colorful Germany

Für ein buntes Deutschland

Lachgeschichten: von Storch will Schäuble vorführen

Bundestagspräsident Wolfgang Schäuble greift nach Ansicht der rechtsextremistischen AfD die selbige an. Angriff – ein großes Wort. Also wir sagen mal wie es wirklich war. Der Bundestagspräsident gab den Vorarlberger Nachrichten ein Interview.

Wenn jedes Problem auf Migration zurückgeführt werde, gerate man unweigerlich auf eine Eskalationsschiene, in der es generell gegen Minderheiten gehe – und am Ende eben auch gegen Juden.

Wolfgang Schäuble im Interview mit den Vorarlberger Nachrichten

Weiter führte Schäuble aus, dass es ihn ganz “besonders schmerze, wenn sich jüdische Mitbürger in Deutschland zunehmend bedroht fühlten”.

Die Pressemitteilung der Beatrix von Storch

Man kann an den Ausführungen des Bundestagspräsidenten eigentlich nichts missverstehen. Doch kann man. Zumindest wenn man Beatrix von Storch heißt. Zwei Sätze, die selbst Jugendliche ohne weiteres verstehen und deuten können. Nein, aber die Beatrix von der AfD nicht. und so heißt es in einer Pressemitteilung von ihr heute:

Bundestagspräsident Schäuble greift die AfD an und wirft ihr indirekt eine Mitverantwortung für den zunehmenden Antisemitismus in Deutschland vor.

Beatrix von Storch (AfD)

Ach ja, von Storch ist dann ja auch noch die Antisemitismusbeauftragte der AfD, also einer rechtsextremistischen Partei. Als das aber noch nicht genug wäre, wetter sie in ihrer Pressemitteilung los:

Parteipolitische Neutralität ist dem CDU-Bundestagspräsidenten schon immer fremd gewesen, obwohl diese zu seiner Stellenbeschreibung gehört. Aber es ist nicht das erste Mal, dass sich Schäuble bei der AfD im Ton vergreift. Im Sommerloch die Antisemitismuskeule auszupacken, nur weil die Probleme der CDU vor den Wahlen am 1. September in Sachsen und Brandenburg immer größer werden, ist an intellektueller Armut und moralischer Perfidie kaum zu überbieten. Keine Partei bezieht deutlicher Position im Kampf gegen Antisemitismus als die AfD. Das müsste auch der CDU-Mann wissen. Wenn Schäuble wider besseres Wissen etwas anderes behauptet, will er wohl nur davon ablenken, dass seine Parteifreundin Merkel verantwortlich ist für den importierten Antisemitismus als Folge der ungebremsten Masseneinwanderung.

Beatrix von Storch (AfD)

Der wahrheitsgemäße Umgang

So muss man erst einmal feststellen, dass Wolfgang Schäuble vielleicht kein parteipolitischer Musterknabe ist, aber sich bislang für alle Parteien offen gezeigt hat. Natürlich – so empfinden es wohl die meisten Demokraten – ist aber eine parteipolitische Neutralität gegenüber einer rechtsextremistischen AfD nicht angebracht.

Und was Beatrix von Storch als “im Ton vergreift” bezeichnet, bezeichnen andere als einen wahrheitsgemäßen Umgang. Aber nun, man weiß dass es die AfD damit nicht sehr genau nimmt. Und wenn von Storch im Zusammenhang mit dem Bundestagspräsidenten von intellektueller Armut und Perfidität spricht, dann ist es letztendlich ein erneutes Armutszeugnis für die AfD und ein deutliches Zeichen dafür, wie sehr diese rechtsextremistische Partei und deren Mitglieder sowie deren Wähler (denn sie wissen was sie dort wählen) unseren Rechtsstaat und unsere Demokratie verachten.

Der Gipfel der Niedertracht

“Keine Partei bezieht deutlicher Position im Kampf gegen Antisemitismus als die AfD”. Also bei besten Willen, wer soll das glauben. Bei diesem Satz würde sich der oberste US-Rassist Trump sogar vor Lachen krümmen. Die Partei, die ihren Hass überall gegen Menschen versprüht wo sie nur kann ist nun ein Freund der jüdischen MitbürgerInnen geworden. Nur weil eine rechtsextremistische Partei eine Organisation unterhält, die sich “Juden in der AfD” nennt, wird aus ihr kein humanistischer Wohlfahrtsverband. Auch nicht, wenn man es so suggerieren will.

Unter dem grausamen Hitler-Regime wurden Millionen von Juden abgeschlachtet wie Vieh, hat man die jüdischen BürgerInnen Hitler-Deutschlands zu Ratten degradiert. Und schon damals gab es Kapos. Wie heute die Juden in der AfD.

Bis heute hat es diese Partei nicht geschafft sich vom völkischen und rechtsextremistischen Gedankengut zu distanzieren, was heute ja auch einer Selbstauflösung gleich kommen würde. Bis heute gibt es genügend AfD-Mitglieder, die zu tiefst faschistisch sind und den “alten Zeiten” hinter her weinen. Und damm kommt mit Beatrix von Storch eine Parteisoldatin, die dem völkischen Flügel und Höcke nahe steht, nennt sich Antisemitismusbeauftragte und will über andere urteilen.

Sorry, aber wer soll dem noch ernsthaft folgen. Das ist Realsatire pur.

Frank Schurgast

Bild: Deutscher Bundestag

AfD

Antisemitismus

CDU/CSU/JU

Gegen Rechte und Nazis

Homophobie

Migration

NPD

Rassismus

Rechtsextremismus

Diese Seite benutzt Cookies, um die Nutzerfreundlichkeit zu verbessern. Mit der weiteren Verwendung stimmst du dem zu. Datenschutzerklärung

Creative Commons License
Except where otherwise noted, Frank Schurgast, www.colorful-germany.de, Colorful Germany by Frank Schurgast, Colorful Germany is licensed under a Creative Commons Attribution-NonCommercial-ShareAlike 4.0 International License.
Bitte als Quelle IMMER angeben: Frank Schurgast, www.colorful-germany.de, Colorful Germany
%d Bloggern gefällt das: