Düsseldorf, Essen, Neuss und Köln sind die Stationen einer KZ-Überlebenden. Genau hier wird sie mit Schülern sprechen und für eine Kindheit ohne Ausgrenzung, Krieg und Gewalt werben. Sie warnt dabei vor allem auch vor rassistischen und rechtsextremistischen Strömungen.
Man hat die Wahl: Entweder man bleibt anständig, oder man macht mit.
Das ist die zentrale Botschaft von der KZ-Überlebenden Inge Auerbacher. Und diese richtet sich nun wahrlich nicht nur an Schüler, sondern an uns alle. Eindrucksvoll wie sie selbst ist auch der durch einen schwäbischen Akzent unterstrichene Erzählstil der 84-Jährigen. In Düsseldorf ist sie nun aufgrund einer Einladung vom Bundesligisten Fortuna Düsseldorf. Hier berichtet sie von jüngeren und älteren Fußballfans und anderen Erwachsenen aus ihrem Leben.
Da ist ihre Kindheit im Badischen, die Deportation nach Theresienstadt, das “Leben” dort und ihr Leben in New York, wo Inge Auerbacher bis heute lebt. Anfang dieses Jahres hatte sie übrigens die Ehre anlässlich des Gedenken zur Befreiung vom KZ Auschwitz vor den Vereinten Nationen zu sprechen.
Wie eine Krebserkrankung
Der Nationalsozialismus, so erzählt die rüstige Dame, war wie eine Krebserkrankung.
Wir wollten nicht aus Deutschland raus, wir dachten das geht vorbei, aber es ging nicht vorbei. Wie ein Krebs, der immer weiter geht.
Und heute fängt es schon wieder an. Sie ist unterwegs, dass man dieses versteht und wirbt dafür,
dass die Köpfe offen bleiben. Sie sollen was schaffen oder studieren, dass sie nicht auf dumme Ideen kommen.
Bilder erzählen Lebensgeschichte
Da eine Angestellte der Großmutter von Inge Auerbacher die Familienalben vor den Nazi-Schergen versteckt hatte, ist die Zeitzeugin heute in der glücklichen Lage ihre Vorträge mit Bildern aus ihrer Kindheit zu dokumentieren. Ein wirklich seltenes Zeitzeugnis. Für Inge Auerbacher ist die damalige Angestellte auch eine ihrer persönlichen Heldinnen.
Frank Schurgast (nach einer Quelle des WDR Hörfunks)
Bild: San Gabriel Valley Tribune
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