31. März 2020

Colorful Germany

Für ein buntes Deutschland

Dresden, Erfurt, Bamberg: Demokraten und nicht die Neonazis bestimmten das Stadtbild. / Foto: Screenshot Youtube

Dresden/Bamberg/Ganderkesee (fs) – Sie marschieren heute wieder auf. Die Neonazis sind wieder los und versuchten mit ihren Ausmärschen in Dresden und Bamberg wieder sich in Deutschland auszubreiten. Doch das vorhaben scheiterte (mal wieder) an vielen Demokratinnen und Demokraten, die ihren Unmut auf die Straße brachten.

Proteste gegen Neonazi-Aufmarsch in Dresden – Demo auch in Erfurt

Tausende von Demonstranten gingen heute in Dresden und Erfurt auf die Straße. Der Grund dafür war triftig, denn man protestierte gegen Rechtsextremismus. In Erfurt nahm auch die Vorsitzende der Linken, Katja Kipping, an den Protesten teil.

Bodo Ramelow selbst war zwar weder in Erfurt, noch in Dresden, auf der Demo, sendete aber eine kurze Videobotschaft als Dankeschön über Twitter.

In Dresden fand gleichzeitig noch ein Aufmarsch von Neonazis statt. Die Polizei war laut Medienmeldungen mit einem Großaufgebot vor Ort. Die rechtsextremistischen Demonstranten waren in die sächsische Landeshauptstadt gereist, um mit einem sogenannten “Trauermarsch” an den 75. Jahrestag der Zerstörung Dresdens im Zweiten Weltkrieg zu erinnern. Ein Datum, was regelmäßig von Rechtsextremisten missbraucht wird. Gerne stimmen dann auch AfD-Mitglieder wie Tino Chrupalla mit seiner Opferlüge in den Chor aus Neonazis mit ein.

Hintergrund der Proteste gegen Rechts ist auch die Wahl des FDP-Politikers Thomas Kemmerich zum Thüringer Ministerpräsidenten mit den Stimmen der AfD. Die Demonstrationsteilnehmer in Erfurt und Dresden kritisierten das Paktieren von CDU und FDP mit den Rechtspopulisten.

Demonstrieren gegen Neonazi-Aufmarsch in Bamberg

Im oberfränkischen Bamberg demonstrieren laut Polizeiangaben rund 500 Menschen beim “Fest der Demokratie” in der Innenstadt gegen einen Neonazi-Aufmarsch. Bei einer weiteren antifaschistischen Demonstration versammelten sich laut Polizeiangaben ebenfalls 500 Menschen.

Für Hubertus Schaller vom Bamberger Bündnis gegen Rechtsextremismus, der das Demokratiefest mitorganisiert hat, ein klares Zeichen: “Es ist ein Erfolg, dass so viele Leute hier sind, die vielfältig zeigen: Wir sind da, um Nein zu Rechtsextremismus zu sagen”, sagte Schaller dem BR.

Quelle: BR24

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