Nach rassistischem Vorfall in Sinsheimer Betrieb ermittelt die Polizei

Sinsheim/Ganderkesee (fs) – Ein Mitarbeiter eines Sinsheimer Betriebes machte sich über einen dunkelhäutigen Auszubildenden ekelhaft, rassistisch lustig, filmte dieses und veröffentlichte es auf Twitter. Der Firmenchef mahnte ihn ab und verurteilte die Aktion. Nun ist ein Shitstorm losgebrochen.

Mittlerweile ermittelt die Polizei wegen des Twitter-Videos mit rassistischen Aussagen. Tatort: Ein bekannter Handwerksbetrieb aus Sinsheim. Dieses bestätigte gegenüber dpa eine Sprecherin der Polizei in Mannheim.

Screenshot Twitter

In dem auf Twitter veröffentlichten Video filmt ein Mitarbeiter des Betriebes einen dunkelhäutigen Auszubildenden bei der Arbeit und geht ihn dabei diskriminierend an. Unter anderem musste das Opfer sich “Buschmann” nennen lassen und spricht davon dem Opfer paddel kaufen zu wollen. “Irgendwie musst du ja von Italien zurück nach Afrika.”

Es dauerte nicht lange, da sorgte das rassistische Video für viel Empörung und Kritik im Netz. So wurde die Polizei ebenfalls auf das Video aufmerksam, die nun in alle Richtungen ermittelt. Der Sachverhalt geht dann an die Staatsanwaltschaft.

Wir distanzieren uns in aller Form von den Inhalten dieses Videos“, teilte das Sinsheimer Unternehmen auf seiner Homepage mit. “Das Video gibt in keiner Weise die Unternehmenskultur wieder, die in unserem Unternehmen seit Unternehmensgründung gelebt wird.”

Ein weiteres Beispiel dafür, wie die digitale Verrohung Hass und Rassismus befeuert.

Antisemitismusbeauftragter von Baden-Württemberg, Michael Blume

Der Filmer beleidige den Kollegen ja nicht nur, sondern filme und teile das auch noch, sagte Blume der Schwäbischen Zeitung.

Bild: Hammer Stahl Manufaktur

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