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Pegida geht auf Abstand zur Poggenburg-Partei

Der Politische Aschermittwoch in Nentmannsdorf hat ein Nachspiel. Lutz Bachmann und Co. fühlen sich vorgeführt.

Der Politische Aschermittwoch in Nentmannsdorf sollte die Bedeutung des “Aufbruch Deutscher Patrioten Mitteldeutschland” (ADPM) betonen. Rund 700 Gäste hatte die neue Partei des ehemaligen AfD-Politikers André Poggenburg in der Sächsischen Schweiz empfangen können. Nun sieht es allerdings so aus, als habe die Veranstaltung den Ambitionen des ADPM einen ordentlichen Dämpfer verpasst: Die fremdenfeindliche Bewegung Pegida geht auf Distanz zu Poggenburg und seinen Parteifreunden. Sie wird den ADPM nicht mehr unterstützen.

Die Frontmänner Lutz Bachmann und Siegfried Däbritz begründen ihre Entscheidung in einem – am Donnerstag bei Facebook veröffentlichten – Video mit eben jenem Treffen in Nentmannsdorf. Sie hatten nach eigener Darstellung im Vorfeld darauf bestanden, dass fünf Personen nicht an der Veranstaltung teilnehmen, die ursprünglich auch unter der Schirmherrschaft von Pegida stattfinden sollte. Das sei aber nicht eingehalten worden, betonen die Pegida-Verantwortlichen in dem Video. Pegida wirft den fünf Personen vor, sich abschätzig gegenüber der Bewegung geäußert zu haben. “Wir konnten es mit unserer Auffassung von Patriotismus nicht vereinen, dort dazubleiben”, so Bachmann. Deswegen habe man den Politischen Aschermittwoch wieder verlassen.

Als Konsequenz kündigte Pegida an, dass man sich aus der Politik heraushalten werde: “Wir werden für keine Partei mehr Werbung machen. Für niemanden. Die Parteien sollen ihr Ding machen”, so Bachmann. Zwar hatte er schon Anfang des Jahres mitgeteilt, dass Pegida bei der Landtagswahl mit keiner eigenen Partei antreten werde und überparteilich agiere. Man wollte aber Parteien wie die AfD, die Freien Wähler und den ADPM zu unterstützen, um neue Mehrheiten in Sachsen möglich zu machen.

Bild: Metropolico.org, PEGIDA Demonstration Dresden 2015-03-23 16927681872 b2d5547556 oCC BY-SA 2.0

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