25. Mai 2020

Colorful Germany

Für ein buntes Deutschland

Petition #LeaveNoOneBehind: Jetzt die Corona-Katastrophe verhindern, auch an den Außengrenzen!

Eindrücke aus dem Flüchtlingslager von Moria auf Lesbos, Griechenland, entstanden bei einer Delegationsreise der SEEBRÜCKE Schafft sichere Häfen! im Februar 2020. / Foto: SEEBRÜCKE Schafft Sichere Häfen, Copyright Jörn Neumann, CC BY-ND 2.0

Ganderkesee (sk) – Während sich in Europa die Bürger selber schützen können, indem sie zuhause bleiben, haben Flüchtlinge dazu keine Chance. In überfüllten Lagern sind sie neben vielen anderen Gefahren auch dem Coronavirus hilflos ausgeliefert. Spätestens jetzt müssen die Regierungen der EU-Länder endlich handeln und schutzbedürftige Menschen auch an den EU-Außengrenzen endlich aus den überfüllten Lagern evakuieren und ihre Aufnahme an sicheren Orten gewährleisten.

Die Petition #LeaveNoOneBehind: Jetzt die Corona-Katastrophe verhindern – auch an den Außengrenzen! von Erik Marquardt fordert genau das und richtet sich an die EU-Kommission und die Regierungen der EU-Länder mit dem folgenden dringenden Appell.


Eindrücke aus dem Flüchtlingslager von Moria auf Lesbos, Griechenland, entstanden bei einer Delegationsreise der SEEBRÜCKE Schafft sichere Häfen! im Februar 2020. / Foto: SEEBRÜCKE Schafft Sichere Häfen, Copyright Jörn Neumann, CC BY-ND 2.0

#LeaveNoOneBehind

Angesichts der großen Herausforderung, die wir zu bewältigen haben, braucht es viele Zeichen der Solidarität. Kleinstaaterei oder Egoismus werden uns nicht den Weg weisen.


Eindrücke aus dem Flüchtlingslager von Moria auf Lesbos, Griechenland, entstanden bei einer Delegationsreise der SEEBRÜCKE Schafft sichere Häfen! im Februar 2020. / Foto: SEEBRÜCKE Schafft Sichere Häfen, Copyright Jörn Neumann, CC BY-ND 2.0

Besonders hart wird das Corona-Virus diejenigen treffen, die es ohnehin schon schwer haben. Dazu zählen auch die Geflüchteten an unserer Außengrenze und Obdachlose, Alte, Kranke. Die Corona-Krise lässt das Leid von Schutzsuchenden, die Gewalt und die humanitäre Katastrophe in den Hintergrund treten. Dabei ist es gerade jetzt wichtig, zusammen zu halten.

Das Virus unterscheidet nicht nach Hautfarbe, Religion oder Geschlecht. Corona betrifft uns alle.

Wir wollen dieser Herausforderung deswegen gemeinsam entgegentreten. Damit wir gewinnen und damit wir danach noch in den Spiegel schauen können.


Eindrücke aus dem Flüchtlingslager von Moria auf Lesbos, Griechenland, entstanden bei einer Delegationsreise der SEEBRÜCKE Schafft sichere Häfen! im Februar 2020. / Foto: SEEBRÜCKE Schafft Sichere Häfen, Copyright Jörn Neumann, CC BY-ND 2.0

Damit das in Europa gelingt, müssen überfüllte Flüchtlingslager schnell evakuiert werden. Das griechische Festland braucht dabei ebenso Unterstützung wie die Menschen auf den griechischen Inseln. Viel zu lange haben wir Menschen im Stich gelassen.

Alleine im Camp Moria auf Lesbos leben derzeit über 20.000 Menschen, obwohl nur Platz für 3000 ist. Quarantäne, Hände-Waschen oder Social-Distancing sind wichtig, aber nicht möglich, wenn man in Moria leben muss. Es droht, dass diese Menschen angesteckt werden, dass sie keine humanitäre Versorgung haben und ihrem Schicksal überlassen werden. Bricht die Epidemie in einem solchen Lager aus, wird es fast unmöglich sein, Ansteckungsketten zu unterbrechen.


Eindrücke aus dem Flüchtlingslager von Moria auf Lesbos, Griechenland, entstanden bei einer Delegationsreise der SEEBRÜCKE Schafft sichere Häfen! im Februar 2020. / Foto: SEEBRÜCKE Schafft Sichere Häfen, Copyright Jörn Neumann, CC BY-ND 2.0

Wer jetzt nicht handelt, macht sich für die Katastrophe mitschuldig, die den Menschen in Not droht.

Deswegen fordern wir jetzt von EU-Kommission und den EU-Regierungen:

  • Evakuierung der überfüllten Flüchtlingslager und Unterbringung an Orten, in denen sie vor dem Virus geschützt sind. Wir haben Platz für Menschlichkeit.
  • Notwendige Quarantäne- und Schutzmaßnahmen vor Corona sollten überall umgesetzt werden um eine exponentielle Ausbreitung des Virus zu verhindern. Auch in Flüchtlingslagern
  • Zugang zu medizinischer Versorgung für Obdachlose, Geflüchtete und alle anderen so gut es geht
  • Humanitäre und finanzielle Unterstützung der besonders betroffenen Gebiete, insbesondere Griechenland, durch eine europäische Kraftanstrengung
  • Zugang zu Asylverfahren und Durchsetzung von Rechtsstaatlichkeit – besonders in Krisenzeiten.

Eindrücke aus dem Flüchtlingslager von Moria auf Lesbos, Griechenland, entstanden bei einer Delegationsreise der SEEBRÜCKE Schafft sichere Häfen! im Februar 2020. / Foto: SEEBRÜCKE Schafft Sichere Häfen, Copyright Jörn Neumann, CC BY-ND 2.0

Um das durchzusetzen, werden wir zusammen in den kommenden Wochen auf vielfältige Art und Weise Aufmerksamkeit schaffen, Druck machen und Geld für Hilfsorganisationen sammeln. Dieser Aufruf ist der Beginn einer Reise. Die Zivilgesellschaft wird zeigen, dass wir aus dieser Krise gestärkt hervorgehen, wenn wir niemanden zurücklassen.

Die Petition kann hier mitgezeichnet werden.

Wer mit Spenden helfen will, kann das hier tun: www.leavenoonebehind2020.org/donate


Dieser Artikel ist in ähnlicher Art erstmalig auf pressenza erschienen und lizenziert unter Creative Commons Attribution 4.0 International license.

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