Der ehemalige Ministerpräsident von NRW, Jürgen Rüttgers von der CDU. / Foto: f x p ist lizenziert unter CC BY-SA 2.0

Pflicht zum Gedenkstättenbesuch für jeden Schüler – AfD “relativiert NS-Verbrechen”

Köln/Bremen (ots/fs) – Der frühere NRW-Ministerpräsident Jürgen Rüttgers (CDU) fordert den Besuch einer “einer Stätte der Erinnerung an die NS-Verbrechen” als Pflicht für jeden Schüler.

Es müssen nicht nur die großen Konzentrationslager sein, ich denke etwa auch an das EL-DE-Haus in Köln.

Jürgen Rüttgers in einem Redaktionsgespräch der Kölnischen Rundschau

Zudem forderte Rüttgers die Einrichtung eines Holocaust-Museums in Deutschland. “Egal, wie oft Sie beispielsweise in Yad Vashem waren, Sie werden tief erschüttert herauskommen”, meinte Rüttgers, der das Kuratorium des Trägervereins zur Feier von 1700 Jahren jüdischen Lebens in Deutschland leitet.

So ein Ort fehlt in Deutschland.

Jürgen Rüttgers in einem Redaktionsgespräch der Kölnischen Rundschau

Seit Jahren sei die Bedrohung durch den Rechtsextremismus in Deutschland unterschätzt worden, kritisierte Rüttgers.

Wir müssen dagegen mit der gleichen Härte vorgehen wie früher gegen den RAF-Terrorismus. Das Gleiche gilt für den islamistischen Extremismus.

Jürgen Rüttgers in einem Redaktionsgespräch der Kölnischen Rundschau

Es gebe einen “Bodensatz von Antisemitismus in diesem Land”.

Zur AfD meinte Rüttgers, sie sei offensichtlich nicht bereit, die gemeinsamen Werte unserer Gesellschaft zu akzeptieren.

Sie relativiert NS-Verbrechen, sie bekämpft die Westintegration, sie hat entgegen allen Beteuerungen Berührungspunkte mit den Idenditären, sie wird von einem völkischen Block dominiert.

Jürgen Rüttgers in einem Redaktionsgespräch der Kölnischen Rundschau

Im Jahre 321 waren erstmals Juden in Köln und damit auf dem Boden des heutigen Deutschland urkundlich erwähnt worden. Dies soll landesweit mit über 1000 Veranstaltungen gefeiert werden, unter anderem einem Festakt mit Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier in Köln. Der stellvertretende Vorsitzende des Trägervereins, Joachim Gerhardt, betonte, dieses Jubiläum gehe die ganze Gesellschaft an: “Nicht nur die Juden haben etwas zu feiern, sondern wir alle.”

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