“Schwuchteln bekommen kein Trinkgeld”

Anstelle von Trinkgeld bekam Michele Crider von zwei Gästen eine beleidigende Nachricht und wendet sich via Facebook an die Öffentlichkeit.

«Schwuchteln bekommen kein Trinkgeld.» Das schrieben die beiden Gäste eines Restaurants im US-Bundesstaat Indiana auf ihre Rechnung. Vergangenen Dienstag adressierte Crider dann ein Facebook-Video an die beiden Männer.

Eigentlich mag Michele ihren Job und ihre Kollegen. Ihr Tag fing super an, bis ihr zwei Gäste einen homophoben Spruch drückten.

Michele Criders knapp vierminütiges Video wurde inzwischen bereits mehr als 17.000 Mal aufgerufen und zeigt die Kellnerin an ihrem Küchentisch sitzend. «Nein, Sie haben nicht gewonnen. Sie sind der Feigling» verkündet sie, lässt jedoch gleichzeitig Einblicke in ihr Leben und ihre Beweggründe zu. «Wenn Sie mich ansehen, sehen Sie nur eine Lesbe. Doch ich bin viel mehr als das.»

Sie berichtet, dass sie eine Mutter sei, die versuche, auf eigenen Beinen zu stehen. Dann gäbe es hingegen Menschen wie ihn, der versuche, sie niederzumachen. Dass der Vorfall drohte, ihr den Tag zu ruinieren, ist mehr als nachvollziehbar, sie jedoch entschied sich nach einer Viertelstunde dagegen und habe sich wieder fassen können. «Wissen Sie warum?» berichtet sie im Video «Weil ich an einem grossartigen Ort arbeite und meine Familie mir gerade erst Blumen gekauft hat.» Stolz präsentiert sie den Strauss anschließend in der Kamera.

Bild: Facebook – Michele Crider; Ausschnittsvergrößerung Frank Schurgast

Kommentar verfassen

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.