Sorge wegen Antisemitismus in Sachsen

Thomas Feist ist der Beauftragte für jüdisches Leben in Sachsen. Und er sorgt sich, da alleine im Juli sieben antisemitische Handlungen in Sachsen gemeldet wurden.

Der gestandene CDU-Politiker Thomas Feist lebt nicht nur seine Berufung zum Beauftragten für jüdisches Leben in Sachsen, er füllt sie auch aus. So kommt es nicht von weit her, dass er sich Sorgen macht. Wie dpa berichtet, verwies er heute auf eine Antwort des Innenministeriums des Freistaates auf eine Landtagsanfrage. Ihr Zufolge gab es im Juli sieben antisemitische Übergriffe. In allen sieben Fällen wird gegen die Tatverdächtigen ermittelt.

Laut Feist steigt die Zahl der antisemitischen Übergriffe stetig. In de meisten Fällen handle es sich um judenfeindliche Parolen in der Öffentlichkeit. Entweder verbaler Natur oder in Form von Schmierereien.

Zuletzt kam es an diesem Wochenende wieder einmal zu einem antisemitischen Eklat mit judenfeindlichen Parolen. Tatort: Ein Fußballspiel des Chemnitzer FC. Fans des CFC hatten während des Ligaspiels beim FC Bayern München II die eigenen Spieler und Funktionäre rassistisch und antisemitisch verhöhnt.

Der Unionspolitiker Feist sucht immer wieder nach möglichen Wegen, den Antisemitismus in Sachsen eindämmen zu können. Ein schwieriges Unterfangen in einer Zeit, wo Antisemitismus beinahe wieder zum normalen Alltag gehört.

So will Thomas Feist sich künftig verstärkt für eine Ausweitung der Lehrerfortbildung zu den Themen “Jüdisches Leben in Sachsen” sowie “Erkennen und Bekämpfung von Antisemitismus” einsetzen. Darüber hinaus möchte er vermehrt die Jugendarbeit der Jüdischen Gemeinden in Sachsen unterstützen und stärken.

In seinem sechsten Monat im Amt hat Thomas Feist nun erste Eckpunkte setzen können und bei ihm kann man sicher sein, dass die effektiven Aktivitäten ausgebaut werden. Das Amt ist keine leichte Bürde. Man muss es, wie gesagt, leben können.

Frank Schurgast

Bild: CDU Sachsen

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