Tausende von Hooligans und Neonazis in Chemnitz erwartet

Am Montag wird in Chemnitz der bekannte Rechtsextreme Thomas Haller beerdigt. Während die Stadt von einer privaten Angelegenheit spricht, bereitet die sich Polizei auf einen größeren Einsatz vor.

Zur Beerdigung des überregional bekannten Hooligans und Rechtsextremen Thomas Haller werden in Chemnitz am Montag mehrere Tausend Personen aus der rechten Szene erwartet. Damit rechnet das Bündnis „Aufstehen gegen Rassismus“. Dies sei eine Machtdemonstration nach dem Motto „Die Stadt gehört uns“, sagte Gabi Engelhardt vom Bündnis am Rande der Demonstration zum Tag gegen Rassismus am Karl-Marx-Denkmal. Zugleich kritisierte sie die Stadt. „Wenn das Ganze als private Angelegenheit gesehen wird, muss man sich fragen, was in Chemnitz schiefläuft“, sagte Engelhardt.

Eine Traueraktion für Thomas Haller im Stadion des Regionalligisten Chemnitzer FC beim Spiel gegen VSG Altglienicke (4:4) hatte vor Wochenfrist deutschlandweit für Aufsehen gesorgt. Haller war führender Kopf der früheren Vereinigung HooNaRa (Hooligans-Nazis-Rassisten). Er war zeitweilig mit dem CFC verbandelt, hatte dort den Ordnungsdienst geleitet.

Am vergangenen Sonntag, dem Tag nach der Partie, war Geschäftsführer Thomas Uhlig als Reaktion auf die Vorkommnisse zurückgetreten. Am Montag trennte sich der Klub von der CFC-Fanbeauftragten und SPD-Stadträtin Peggy Schellenberger, die auf ihrer Facebook-Seite offiziell kondoliert hatte und dafür massive Kritik einstecken musste. Außerdem wurden ein Mitarbeiter der Kommunikationsabteilung und der Stadionsprecher freigestellt.

Bild: Märkische Allgemeine

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