Terror in Halle – Antisemitischer Hintergrund?

In Halle (Saale) sind zwei Menschen erschossen worden. Die Stadt spricht von einer “Amoklage”. Der Angriff fand in einem Viertel statt, in dem auch eine Synagoge steht. Die Polizei meldet eine Festnahme.

Die Stadt Halle (Saale) spricht nach den tödlichen Schüssen von einer “Amoklage”. Oberbürgermeister Bernd Wiegand habe den Stab für Außergewöhnliche Ereignisse einberufen. Alle Rettungskräfte der Feuerwehr seien in Alarmbereitschaft versetzt worden. Unter der Nummer 115 wurde ein Bürgertelefon geschaltet.

In der Stadt waren zur Mittagszeit zwei Menschen auf einer Straße im Paulusviertel nördlich der Innenstadt erschossen worden. Das Paulusviertel und der Hauptbahnhof wurden abgesperrt.

Der Generalbundesanwalt übernahm die Ermittlungen.

Zu den Hintergründen machten die Behörden noch keine Angaben. In dem Viertel befindet sich auch eine Synagoge und der jüdische Friedhof. Der “Spiegel” zitiert den Gemeindevorsitzenden Max Privorotzki, die Verdächtigen hätten in das Gotteshaus eindringen wollen. Dort hätten sich bis zu 80 Personen aufgehalten. Die Sicherheitsvorkehrungen am Eingang hätten “dem Angriff standgehalten”. Heute ist Jom Kippur, der wichtigste jüdische Feiertag.

Ein Augenzeuge berichtete unter anderem dem MDR, ein Täter habe mit Waffengewalt versucht, auf den jüdischen Friedhof zu kommen. Er habe dabei ein Mädchen erschossen.

Quelle: Tagesschau und MDR

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