Kategorien
NPD Rechtsextremismus

Thüringen: In den Händen von Rechtsextremisten

Erfurt/Ganderkesee (fs) – Laut einer Liste der Innenministeriums in Thüringen zufolge sind 16 Immobilien oder zur Bebauung geeignete Flächen in dem ostdeutschen Bundesland in den Händen von Rechtsextremisten. Gleichzeitig sind in vier dieser Immobilien Vertriebe und Verlage der Rechtsextremisten ansässig. Dieser Fakt geht aus der Antwort des Innenministeriums auf eine kleine Anfrage der Linken-Abgeordneten Katharina König-Preuss hervor. Die Politikern kritisiert die Liste allerdings als nicht vollständig. Trotzdem ist erkennbar, dass sich Neonazis “in Thüringen weiter etabliert und ihre Strukturen gefestigt” haben.

Unter anderem gehört ein ehemaliges Rittergut in Guthmannshausen, dass von der NPD genutzte “Flieder Volkshaus” in Eisenach und eine Wiese in Themar, auf der regelmäßig Neonazi-Konzerte stattfinden, zu den Immobilien.

Die Linken-Politikerin weist darauf hin, dass diese Immobilien nicht nur logistische Knotenpunkte in rechtsextremen Netzwerken seien und der Verbreitung von rassistischen Ideologien dienen, sie können der realistischen Ansicht von König-Preuss nach auch durchaus zur Gefahr für die körperliche Unversehrtheit von Menschen werden. Dieses gehe schon alleine daraus hervor, dass bereits Überfälle von solchen Objekten ihren Ausgang genommen haben. Beispielhaft hierfür nannte König-Preuss hierfür den brutalen Angriff auf zwei Journalisten in Fretterode.

Die Polizei in Thüringen kann zwar immer mehr rechtsextreme Straftaten aufklären, jeder zweite Fall bleibt aber immer noch ungelöst. Diese Zahlen des Innenministeriums liegen dpa vor. Somit lag die Aufklärungsquote in 2019 bei 47,6 Prozent und 2018 nur bei 39,4 Prozent.

Kommentar verfassen

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.