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TV-Tipp: #5JahreWirSchaffenDas & Templin und die Flüchtlinge – Schaffen wir das?

Mainz/Bremen (ots/fs) – Vor fünf Jahren sagte Angela Merkel zum Thema Integration: “Wir schaffen das.” ZDF-Reporter Jochen Breyer will wissen: Haben wir es geschafft? Was läuft gut, was schlecht? Antworten darauf bietet die “ZDFzoom”-Doku “Am Puls Deutschlands – #5JahreWirSchaffenDas”. Am selben Abend ist im ZDF die Langzeitbeobachtung “Templin und die Flüchtlinge – Schaffen wir das?” zu sehen.

Am Puls Deutschlands – #5JahreWirSchaffenDas

Fast fünf Jahre ist es her, dass Angela Merkel sagte: “Wir schaffen das”. ZDF-Moderator Jochen Breyer will mit den Menschen in Deutschland darüber reden, wie ihre Bilanz dazu ausfällt. Am 2. Juli 2020 startet der Aufruf im ZDF und den sozialen Medien, sich an der Diskussion zu beteiligen. Unter dem Hashtag #5JahreWirSchaffenDas können Zuschauer und User ihre Geschichte posten. Daraus werden die Gesprächspartner für die “ZDFzoom”-Dokumentation “Am Puls Deutschlands – #5JahreWirSchaffenDas” ausgewählt.

Marco C. (l.) wünscht sich, dass der Staat härter durchgreift, wenn Geflüchtete Straftaten begehen. / Foto: ZDF und Mirko Schernickau

Deutschland war im September 2015 gespalten – in diejenigen, die für “Refugees Welcome” standen und diejenigen, die jeglichen Zuzug nach Deutschland von Geflüchteten kritisch sahen. Die Aussage Angela Merkels stand wie keine zweite als Symbol dafür, vereinnahmt von beiden Lagern der Diskussion. Im Sommer 2020 fühlt ZDF-Moderator Jochen Breyer den Deutschen zu diesem Thema den Puls, will erfragen, wie die Menschen heute zu Integration und der gesellschaftlichen Debatte um die Geflüchteten stehen.

Jochen Breyer will von den Zuschauern und Usern wissen: Haben wir es denn geschafft? Beziehungsweise: sind wir auf dem Weg dahin? Oder nicht? Was läuft gut, was läuft noch nicht gut? Und wie hat die Debatte damals die Gesellschaft verändert? Wie steht es um die mehr als eine Millionen Menschen, die nach Deutschland kamen und Asyl beantragten? Wie viele Menschen, die damals kamen, sind überhaupt noch da?

Haderazgi T. aus Eritrea macht eine Ausbildung zum Industriemechaniker und hofft auf eine Zukunft in Deutschland. / Foto: ZDF und Mirko Schernickau

Jochen Breyer hofft, mit Kritikern wie Befürwortern ins Gespräch zu kommen und zu erfahren, was die Menschen damals erlebt haben, was sie noch heute bewegt, welche Folgen das Thema langfristig für Deutschland hatte. Unter dem Hashtag: #5JahreWirSchaffenDas, der über die ZDF-Kanäle auf Facebook und Twitter läuft, sind dazu Antworten gefragt. Nutzer können sich außerdem unter der Mailadresse 5JahreWirSchaffenDas@zdf.de mit ihren Geschichten melden.

Jochen Breyer fühlt damit Deutschland zum neunten Mal den Puls. Die Doku-Reihe “Am Puls Deutschlands” startete im Spätsommer 2017, vor der damaligen Bundestagswahl. Zuletzt war am 24. Juni 2020 die achte Folge von “Am Puls Deutschlands” im ZDF zu sehen – zum Thema #wiemichCoronazermuerbt.

Haderazgi T. (M.) und seine Familie hoffen auf eine Zukunft in Deutschland. Die ersten Schritte haben sind gemacht, aber haben sie es geschafft? / Foto: ZDF und Mirko Schernickau

Sendetermin

Mittwoch, 26. August 2020, 22.50 Uhr, ZDF

  • Am Puls Deutschlands – #5JahreWirSchaffenDas, Unterwegs mit Jochen Breyer
  • Film von Jochen Breyer und Tim Gorbauch
  • Produktion: Bewegte Zeiten
  • Redaktion: Beate Höbermann
  • Länge: ca. 45 Minuten

Templin und die Flüchtlinge – Schaffen wir das?

Susanne R. hat über mehrere Jahre Geflüchtete in Deutsch unterrichtet. Weil sie auch schlechte Erfahrungen gemacht hat, gibt sie keine Kurse mehr. Jetzt engagiert sie sich ehrenamtlich für einige Geflüchtete. / Foto: ZDF und Philip Flämig

Sommer 2015: Hunderttausende Menschen kommen nach Deutschland, hoffen auf einen Neuanfang. Auch im brandenburgischen Templin, der Heimatstadt von Angela Merkel. 16 000 Einwohner leben dort, der Ausländeranteil liegt bei unter einem Prozent. Trotzdem glaubt der Bürgermeister: “Templin ist gut vorbereitet.” Ein Irrtum. Als die Kanzlerin am 31. August verkündet: “Wir schaffen das”, zweifelt man in ihrer Heimat daran.

Bilal Al S. (l.) und sein Bruder Mohamad Al S. (M.) sind aus Syrien geflüchtet. In Deutschland angekommen fühlt sich nur Bilal. / Foto: ZDF und Philip Flämig

Fünf Jahre haben die beiden Autorinnen den Ort Templin und seine Einwohner beobachtet. Herausgekommen ist ein Film, der die Geschichte einer Kleinstadt erzählt, die versucht, “es zu schaffen”. Da ist der Bürgermeister, der zeigen möchte, wie Integration gelingen kann, und dabei immer wieder an seine Grenzen stößt. Der pensionierte Polizist, der um die Sicherheit besorgt ist und Angst hat vor rechtsextremen Übergriffen. Die Lehrerin, die für ihre neuen Schüler und Schülerinnen Wege am Schulamt vorbei geht und nicht weiß, ob sie richtig handelt. Der Sozialarbeiter, der für die Flüchtlingsunterkunft verantwortlich ist und sie am liebsten schließen würde. Der junge Afghane, der die Stadt verlässt, um Arbeit zu finden, und bis heute nicht weiß, ob er in Deutschland bleiben darf. Die Unternehmerin, die auf neue Arbeitskräfte hofft und frustriert aufgibt.

Es sind Geschichten über Veränderung in der ostdeutschen Provinz. Über Aufbruch und Stillstand. Über ein Schaffen-Wollen und Nicht-schaffen-Können. Und über die Menschen, die es trotzdem versucht haben

Interview in Corona-Zeiten: Als Kontaktperson ersten Grades musste Handan C. (r.) in Quarantäne und konnte ZDF-Reporter Jochen Breyer (2.v.r.) nur am Fenster treffen. / Foto: ZDF und Christina Dierschke

Sendetermin

Mittwoch, 26. August 2020, 0.40 Uhr, ZDF

  • Templin und die Flüchtlinge – Schaffen wir das?
  • Film von Lan-Na Grosse und Aud Krubert-Hall
  • Kamera: Maxi Wied, Leendert de Jong, Nico van Dijk
  • Produktion: ZDF
  • Redaktion: Simone Müller
  • Leitung der Sendung: Markus Wenniges
  • Länge: ca. 43 Minuten

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