Lange verschwieg die Schlagersängerin Marianne Rosenberg ihre Herkunft. / Nutzungszeitraum bis 27.08.2019 Weiterer Text über ots und www.presseportal.de/nr/7840 / Die Verwendung dieses Bildes ist für redaktionelle Zwecke honorarfrei. Veröffentlichung bitte unter Quellenangabe: "obs/ZDF/dpa/Heinz Wieseler"

TV-Tipp: Sinti und Roma in Deutschland

Mainz (ots) – Als “Zigeuner” beschimpft, verfolgt, von den Nazis ermordet und ausgegrenzt bis heute: “ZDF-History: Sinti und Roma. Eine deutsche Geschichte” blickt am Sonntag, 28. Juli 2019, 23.45 Uhr, anhand bewegender Lebensläufe auf die Geschichte der Sinti und Roma in Deutschland.

Der Film von Annette von der Heyde erzählt unter anderem vom Vater der Sängerin Marianne Rosenberg. Im Mai 1944 kämpfte er in Auschwitz mit im Aufstand gegen die SS, überlebte und hielt seine Kinder an, ihre Herkunft besser zu verschweigen.

Dotschy Reinhardt erzählt als junge Vertreterin der großen Musikerdynastie Reinhardt vom Schicksal ihrer Familie. Rita Vowe-Trollmann erinnert an ihren Vater, den Boxer “Rukeli”, dem die Nazis den Meistertitel einfach aberkannten – wegen “undeutschen Boxens”. Romani Rose berichtet von seinem Vater Oskar, der vergeblich beim Münchner Kardinal Faulhaber um Hilfe für sein Volk bat. Der Musiker Janko Lauenberger erinnert an seine Verwandte Erna. “Ede und Unku” heißt das Buch über sie, das in der DDR Schullektüre war.

Die Dokumentation zeigt auch, wie Sinti und Roma nach dem Krieg für Entschädigung und Anerkennung kämpften, und dass Antiziganismus noch immer weit verbreitet ist.

Bild: obs/ZDF/dpa/Heinz Wieseler

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