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TV-Tipp: Wir Trümmerkinder – Zeit der Hoffnung

Mainz/Bremen (fs) – 75 Jahre nach Kriegsende erzählen prominente Schauspieler, die damals Kinder waren, wie es ihnen in der Nachkriegszeit trotz allem gelang, erfolgreich ihren Weg zu gehen. Die ZDFzeit-Dokumentation “Wir Trümmerkinder – Zeit der Hoffnung” zeichnet anhand der Erinnerungen von Mario Adorf, Ingrid van Bergen, Michael Degen, Winfried Glatzeder, Eva-Maria Hagen, Vera von Lehndorff sowie Elmar und Fritz Wepper ein persönliches Bild der deutschen Nachkriegsjahre in Ost und West.

“Ein langes Leben”: Mario Adorf blickt auf eine bewegte Kindheit und Jugend zurück, die er zusammen mit seiner Mutter Alice in der Eifel verbrachte. Diese Zeit ist dem Weltstar – hier in der Rolle als Karl Marx – bis heute in lebendiger Erinnerung geblieben. / Foto: ZDF und Reda Laaroussi

Im ZDF ist “Wir Trümmerkinder – Zeit der Hoffnung” am Dienstag, 20. Oktober 2020, 20.15 Uhr, zu sehen. In der ZDFmediathek steht die ZDFzeit-Dokumentation bereits ab Montag, 19. Oktober 2020, 10.00 Uhr, zur Verfügung.

“Aus mir wird mal was”: Eva-Maria Hagen, kurz nach der Vertreibung der Familie aus Ost-Brandenburg. Mit 20 Jahren wird sie den Drehbuchautor Hans Oliva-Hagen heiraten. Fünf Jahre danach kommt Tochter Catharina zur Welt – heute besser bekannt als Nina Hagen. / Foto: ZDF und privat
Ingrid van Bergen blickt auf ihre Kindheit und Jugend zurück. / Foto: ZDF und Anthony Miller

Mario Adorf, der das Kriegsende als Hitlerjunge erlebte, wuchs allein mit seiner Mutter in ärmlichen Verhältnissen auf. Doch er boxte sich im wahrsten Sinne des Wortes durch. Die späteren Filmstars Ingrid van Bergen und Eva-Maria Hagen verbrachten einen Teil ihrer Kindheit als Halbwaisen in Flüchtlingsquartieren.

Winfried Glatzeder, auch er Kriegswaise, wuchs bei seiner Mutter und seinen Großeltern in Ostberlin auf. Vera von Lehndorffs Vater wurde 1944 als Mitverschwörer des 20. Juli hingerichtet. Michael Degens Vater gehört zu den Opfern des Massenmords an den Juden.

Fritz und Elmar Wepper blicken auf Kindheit und Jugend nach dem Krieg zurück. / Foto: ZDF und Anthony Miller

Auch Elmar und Fritz Wepper mussten ohne ihren im Krieg vermissten Vater heranwachsen. Doch die Nachkriegszeit bot ihnen auch Chancen: Die “Trümmerkinder” wurden in den 50er Jahren erwachsen und machten Karriere, wurden zu deutschen Idolen. Heute erinnern sich die meisten von ihnen gern an diese Zeit, geprägt von Zuversicht, Improvisationsgeist und der Überwindung überkommener Moralvorstellungen.

“Zwei Brüder”: Elmar (l.) und Fritz Wepper (r.) wachsen in München auf und nutzen die Nähe zur Isar. Schon damals hängen sie sehr aneinander. 1994 bis 2001 spielen sie Seite an Seite in der ZDF-Serie “Zwei Brüder”. / Foto: ZDF und privat

Die Erinnerungen sind Zeugnisse einer Generation, die möglichst nur nach vorne schauen wollte. Illustriert werden die Lebensberichte mit authentischen Filmbildern aus jenen Jahren und animierten Zeichnungen im Stil von Graphic Novels.

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