Die rechtsextremistische Adelsdame aus Schleswig-Holstein gibt auf. Doris von Sayn-Wittgenstein zieht sich nun doch von der Landesspitze der rechtsextremistischen AfD im nördlichsten Bundesland zurück. Wie sie sagt, “um diktatorische Strafaktionen” zu vermeiden.
Die bisherige Landesvorsitzende der AfD in Schleswig-Holstein kündigte an, sich aus der Vorstandsarbeit des Landesverbandes nun doch zurück zu ziehen. Der dpa sagte sie auf Anfrage:
Um diktatorische und willkürliche Strafaktionen des Bundesvorstandes zu vermeiden, habe ich mich bis auf Weiteres aus der Vorstandsarbeit zurückgezogen.
Doris von Sayn-Wittgenstein gegenüber der dpa
Kurz zuvor meldete sich noch der Bundesprecher der AfD Jörg Meuthen im Deutschlandradio zu Wort. Er erklärte in dem Radio-Interview, dass der Landesverband Schleswig-Holstein den Parteiausschluss von Sayn-Wittgenstein anerkenne. Am letzten Freitag erklärte der selbe Vorstand noch, dass er Sayn-Wittgenstein weiter als seine Vorsitzende betrachtet. “Das hat sich mittlerweile geändert”, sagte Meuthen im Deutschlandradio. Woher der Sinneswandel stammt blieb offen.
Am vergangenen Mittwoch erst bestätigte das Bundesschiedsgericht den Parteiausschluss. Die Adelsdame tobte und erklärte, dass es eine Schande sei und nicht rechtsstaatlich. Nach wie vor will sie gegen das Urteil klagen.
Frank Schurgast
Bild: Screenshot Youtube
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