Was macht eigentlich Bernd Lucke?

Es ist ruhig geworden um Ex-AfD-Chef Bernd Lucke. Doch zur Europawahl 2019 will der Parteigründer noch einmal angreifen. Kraft tankt der Wirtschaftsexperte dabei im Nordosten.

Der Gründer und ehemalige Bundesvorsitzende der AfD, Bernd Lucke, hat seit Kurzem einen Zweitwohnsitz in Neubrandenburg. „Meine Frau hat einen Job in Neubrandenburg angenommen, deshalb komme ich an den Wochenenden häufig hierher”, sagte Lucke dem Nordkurier bei einem Redaktionsbesuch in der vergangenen Woche.

Er verbringe jedes dritte bis vierte Wochenende mit seiner Frau in Broda, die übrigen Wochenenden träfe sich die Familie an ihrem Hauptwohnsitz in Winsen an der Luhe nahe Hamburg. „Ich bin ein großer Fan dieser Stadt und komme jedes Mal gerne hierher”, sagte der Wirtschaftsexperte. Am Tollensesee plant Bernd Lucke auch sein politisches Comeback, das er im Frühjahr mit seiner neuen Partei Liberal-Konservative Reformer (LKR) starten will.

Erster ernsthafter Anlauf mit den LKR

Die LKR haben bundesweit rund 1000 Mitglieder und zwei Mandate. Der stellvertretende Bundesvorsitzende Christian Schäfer sitzt in der Bremer Bürgerschaft, Parteichef Lucke sitzt mit seinem 2014 in Diensten der AfD errungen EU-Mandat im Europaparlament in Brüssel. Dieses Mandat will Lucke auch über 2019 heraus behalten. Bedingung dafür: Ein gutes Abschneiden bei der diesjährigen Europawahl.

„Wir haben zwar bei der einen oder anderen Landtagswahl mal kandidiert”, allerdings ohne Erfolg, da „wir von unseren bekannten Leuten und den Themen her eine europapolitisch ausgerichtete Partei sind”, sagte Lucke. Bei der Europawahl im Mai 2019 wolle man daher „den ersten ernsthaften Anlauf” unternehmen.

Bild: WDKrauseBernd Lucke 07CC BY-SA 3.0

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