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Wegen rechtsextremen Mitarbeiter: AfD-Landtagsfraktion in der Kritik

Erfurt/Berlin/Ganderkesee (fs) – Laut einem Medienbericht soll ein Mitarbeiter der Landtagsfraktion der rechtsextremistischen AfD in Thüringen in der früheren Vergangenheit intensive Kontakte zur rechtsextremistischen Szene gehabt haben. Dieses meldet dpa. Heute ist dieser Mitarbeiter für die Öffentlichkeitsarbeit der Landtagsfraktion zuständig. So berichtete es am Samstag mdr Thüringen.

Nach mdr-Recherchen war der besagte Mitarbeiter unter anderem von 2010 bis 2018 in intensiven Kontakt mit Mitgliedern von Blood & Honour, der NPD, freien Kameradschaften und des Umfelds der Neuen Rechten. Der mdr veröffentlichte außerdem entsprechende Fotos und Screenshots. Gegenüber dpa teilt der Fraktionsgeschäftsführer Torben Braga mit, dass der AfD-Fraktion die Vorwürfe seit wenigen Tagen bekannt seien.

Zu den im Bericht genannten Personen pflegt der Betroffene seit Jahren keine Kontakte. (…) Die Vorwürfe beziehen sich ansonsten auf Ereignisse, die viele Jahre zurückliegen sollen – deutlich bevor der Betroffene vor wenigen Wochen seine Tätigkeit für die Landtagsfraktion aufgenommen hat.

Fraktionsgeschäftsführer Torben Braga von der AfD Thüringen

Außerdem sei der Mitarbeiter kein Mitglied der AfD und nach Kenntnis der Fraktion gehöre er auch keinerlei Organisation aus der Unvereinbarkeitsliste der AfD an. Und für die Fraktion nehme er nur “gänzlich unpolitische” Aufgaben war.

Okay, Herr Braga, an diesem Punkt muss nun einmal der Autor dieses Artikels kurz nachhaken. Ganze acht Jahre war der Mitarbeiter im tiefsten rechtsextremistischen Sumpf verstrickt. Okay, dass sind Kalbitz und Höcke und viele weitere “ehrenwert, bürgerlichen” Mitglieder ihrer Partei auch. 2018 kam dann der Break und hui war ein neuer rechtschaffener Demokrat geboren. Und was bedeutet unpolitische Aufgaben. Wenn ich als Mitarbeiter für die Öffentlichkeitsarbeit einer Partei verantwortlich wäre, kann ich doch gar nicht unpolitisch sein. Mensch Herr Braga, denk doch mal nach. Und natürlich stimmt es ja auch nicht, dass ihr Mitarbeiter keine Kontakte mehr zu Rechtsextremisten habe, denn er hat ja Kontakte zur AfD. Das muss nur einmal der Vollständigkeits halber erwähnt sein.

Das die Linken-Abgeordnete Katharina König-Preuss der AfD nun vorgeworfen hatte, sie würde an wichtigen Stellen “Hardcore-Neonazis” auf Kosten der Steuerzahler beschäftigen, trifft den Nagel letztlich auf den Kopf. Besser kann man es nicht in aller Kürze zusammenfassen.

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